Full text: Der Haushalt des Kaufmannsgehilfen

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Damit die hier vermuteten Einflüsse sichtbar gemacht werden können, 
müssen die Haushaltungsrechnungen innerhalb verschiedener Einkommens— 
stufen nach der Größe der Kopfzahl verglichen werden. Eine weitere Tren⸗ 
nung nach Ortsgröße ist wegen des beschränkt vorhandenen Materials leider 
nicht möglich. Bei Unterlegung von drei Einkommensstufen (bis 3000 AM, 
3000 bis 4000 M und über 4000 N) ergeben sich drei Tabellen, die im 
Anhang dieser Schrift wiedergegeben werden (Tabellen IVa — c). Schon 
die verschieden starke Besetzung der Einkommensstufen mit Haushaltungen 
zeigt, daß die Bemittelteren (über 4000 M Einkommen) haupt⸗- 
sächlich die Familien mit größerer Kopfzahl sind. Es 
liegt also eine ähnliche Beobachtung vor, wie sie das Statistische Reichsamt 
im Jahre 1907 gemacht hat, daß die große Kopfzahl mit größerem Ein— 
kommen zusammenfällt. 
Einkommen 
—V— 
Tab. IVa) bis 32000 
Tab. IVD) 3/4000 
Tab. IVc) ũb.4000 
Zusammen ..... 
2 3 — 4 5 
Personen Personen Personen Personen 
6 u. mehr 
Personen 
S 
Summa 
7 16011 4 — 38 
27 5 25 7 5 97 
381 7 5 26 11 155 
52 4 1040814 
37161200 
Die 81 Familien mit 4 Personen, die 37 Familien mit 5 Personen und 
die 16 Familien mit 6 und mehr Personen entfallen charakteristischerweise 
zum größten Teil auf die Einkommensstufen von 3000 bis 4000 M und 
über 4000 M. 
Es sei noch ausdrücklich darauf hingewiesen, daß durch die sehr ungleiche 
Verteilung der Haushaltungsrechnungen auf die verschiedenen Gruppen die 
Wirkungen verschiedener Kopfzahl nicht in allen drei Einkommensstufen gleich 
klar in Erscheinung treten können. Man wird daher stets zu berücksichtigen 
haben, wieviel Rechnungen der zu beobachtenden Gruppe unterlegt worden 
sind, da bei den kleineren Gruppen unter zehn Wirtschaftsrechnungen leicht 
Zufallserscheinungen eine Rolle spielen. 
Wie verhalten sich zunächst die Einnahmen? Aus den Tabellen ist 
mit ziemlicher Deutlichkeit zu ersehen, daß die Einnahmen aus 
Nebenverdienstder Fraumitsteigender Kopfzahlder 
Familie zurückgehen, und daß die Nebeneinnahmen 
ausAcker, Gartenund Viehzuchtsteigen. Gewisse Tendenzen 
scheinen auch darauf hinzudeuten, daß der Nebenverdienst des 
Mannes und die Zuwendungen der Eltern sowie die 
Vermietungseinnahmen zunehmen. Diese Beobachtungen 
stehen übrigens mit denen des Statistischen Reichsamtes von 1907 voll⸗ 
kommen im Einklang. Sie entsprechen auch der Ueberlegung, daß die Frau 
bei steigender Kinderzahl weniger Nebenarbeit verrichten kann, und andere 
Erwerbsquellen vom Manne oder Unterstützungen seitens der Eltern und 
Verwandten stärker in Anspruch genommen werden müssen. Die Ab⸗ 
nahmeder Nebenarbeitder Friau zeigt sich z. B. bei einem Ein— 
kommen von 3000 bis 4000 M (Tab. S. 47):
	        
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