fullscreen: Die Kaufkraft des Geldes

Die besten Indexnummern der Kaufkraft. 
179 
Während aber Leihkontrakte im Hinblick auf die Grenznutzen abge 
schlossenwerden, sind wir der Ansicht, daß auf Veränderungen im Einkommen 
zurückzuführende Variationen im subjektiven Geldwerte in die Berich 
tigungen eines Zahlungsmittelsystems nicht nur nicht aufgenommen werden 
können, sondern auch nicht aufgenommen werden dürfen; sie sollten sich auf 
Veränderungen in der objektiven Kaufkraft beschränken. Einen Maßstab 
objektiver Kaufkraft zu erlangen, ist auf jeden Fall ein Schritt, der ver 
nünftigerweise zuerst getan werden sollte, bevor ein weiterer Schritt in Er 
wägung gezogen werden kann. Das Suchen nach einem Maßstabe aufge 
schobener Zahlungen, der automatisch die richtige Verteilung der „Segnungen 
des Fortschrittes“ vorsieht, scheint ein ebenso aussichtsloses Streben zu 
sein wie das Suchen nach dem Stein der Weisen. Da die Nützlichkeit 
statistisch nicht bemessen werden kann, können auch die Verbesserungen 
in der Nützlichkeit, die zur Wiederverteilung der „Segnungen des Fort 
schrittes“ nötig sind, nicht bemessen werden. Durch das Fehlen statisti 
scher Bemessung kann irgendeine ausführbare Verbesserung nicht in Frage 
kommen. Die Aufstellung des „Nützlichkeitsmaßstabes“ ist daher undurch 
führbar, selbst wenn die Theorie eines solchen Maßstabes haltbar wäre. 
Ähnliche Theorien für eine vollkommene Norm aufgeschobener Zah 
lungen gehen von dem Gedanken aus, daß ein Dollar immer mit dem gleichen 
Quantum von Arbeit erworben werden sollte. Da der Grenznutzen und der 
Grenzarbeitsaufwand unter normalen Verhältnissen gleich sind, ist in ge 
wissem Sinne der Arbeitsmaßstab mit dem Maßstabe des Grenznutzens iden 
tisch. In welchem Sinne die „Arbeit“ aber immer definiert werden mag, sie 
stellt eine schwer faßbare Größe dar, die als eine meßbare Basis für Statis 
tiken der Kaufkraft ganz unbrauchbar ist. Anscheinend kann die Arbeit in 
Ausdrücken der Zeit bemessen werden und auf der Grundlage der „Arbeit 
eines Tages“ ist sie auch als eine geeignete Einheit zur Bemessung aufge 
schobener Zahlungen vorgeschlagen worden. Doch selbst die „Arbeit eines 
Tages“ ist keine genügend definierte Einheit, in der mit ziemlicher Genauig 
keit die Kaufkraft des Geldes bemessen werden kann. Die Tagesarbeit 
differiert in Bezug auf die Zahl der Stunden, die Intensität und die Un 
annehmlichkeit der Arbeit ebenso wie in bezug auf die Qualität der ausge 
führten Arbeit, gleichviel ob sie körperlicher oder geistiger Natur ist. Eine 
Größe, deren Bemessung so viele theoretische Schwierigkeiten bietet, kann 
niemals als eine praktische Norm für aufgeschobene Zahlungen dienen. 
to Money and the Standard of Deferred Payments" ebendaselbst, Januar 1893; Frank Fetter 
„The Exploitation of Theories of Value in the Discussion of the Standard of Deferred Pay 
ments", ebenda, Mai 1895. 
12
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.