I. Über bru Staub ber Criminalisât ber Ingrnblilhen
im allgemeinen.
Lebhafte Klagen werden in der Gegenwart über den
Ştand der Criminalität der jugendlichen Personen erhoben
und vielfach macht sich der Wunsch nach baldiger Abhilfe
geltend.
Es ist dies in der Natur der Sache gelegen. In der
wachsenden Ziffer der Criminalität der Jugendlichen birgt
sich eine große sociale Gefahr für die Zukunft. Eine rasche
und bedeutende Vermehrung des verbrecherischen Nachwuchses
berechtigt zu ernsten Sorgen um die künftige Gestaltung der
Ergreift die verbrecherische Neigung vornehmlich die
Eisend und dehnt sie sich in ihren Reihen in. auffälliger
Weye aus, dann hat ihre Jntensivität einen bedeutenden
Grad erreicht und es bedarf um so energischerer Mittel, um
ìlbel, welches den Grund zur Steigerung der Zahl der
Verbrecher in allen Altersclassen legt, zu bekämpfen.
Doch nimmt die Criminalität der Jugendlichen eine
eigenthümliche und nicht uninteressante Doppelstellung ein.
şiê sich einerseits als eine acute und gefährliche
nprrtSok- des, socialen Körpers dar, aber andererseits ist
WHtns S jte !r àe Heilung bei Anwendung der geeigneten
Mittel dmchaus „icht ausgeschlossen.
1 c .. s or das Verderben ist, welches müßiges Warten
rí thatenloses Zusehen herbeiführen müssen, so wahrschein
lich wird der Erfolg bei thatkräftigem Eingreifen.
ZOff ^ Hoffnung, dass der erwachsene Verbrecher
durch die Strafe wesentlich gebessert werden könnte, geht
man, nach den Erfahrungen, die mit den verschiedensten
Strafensystemen geinacht werden, allmählich ab oder man
Zucker, Behandlung verbrecherischer Jugend. 1