Contents : Das Petroleumgebiet der galizischen Westkarpathen

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Schwieriger  wird  sich  die  Sache  gestalten,  wenn  wir  uns  die  Frage
aufstellen,  welchen  Horizont  der  Kreideformation  die  Ropianka-Schichten
in  den  westgalizischen  Karpathen  repräsentiren?
Allerdings  scheint  die  Antwort  nahe  zu  liegen,  daß  dieselben  analog
zu  dem  im  O.  gebrauchten  Vorgänge  zum  Neocom  zu  stellen  sind.
Aber  abgesehen  davon,  daß  nach  unserer  Ansicht  das  neocome  Alter
der  strzolkaartigen  Schichten  in  den  Ostkarpathen  rein  hypothetisch  ist,  da
gerade  die  wenigen  entscheidenden  Fossilien  (bei  Przemysl  n.  s.  w.)  nicht  in  den
petrographisch  typischen  Ropianka-Schichten  vorkommen,  so  haben  wir  auch
andere  Gründe,  die  uns  diese  Annahme  (wenigstens  für  unser  Aufnahmsgebiet) ­
  bedenklich  erscheinen  lassen.
Vor  Allem  wollen  wir  betonen,  daß  die  wenigen  palaeontologischen
Funde  hier  gar  nichts  beweisen.  Von  den  Jnoceramen,  die  wir  da  gefunden ­
  haben,  ließen  sich  folgende  annähernd  weiter  bestimmen:  Inoceramus
Cripsii  Maut.,  I.  cf.  concéntricas  Sow.,  I.  cf.  Haneri  Zugmayr.
Die  beiden  ersteren  kommen  bekanntlich  sowohl  in  der  unteren  als
auch  in  der  oberen  Kreide  vor,  was  aber  den  Inoceramus  Haneri  anbelangt, ­
  so  ist  keineswegs  eine  ausgemachte  Thatsache,  daß  die  Schichten,
in  denen  er  gefunden  wurde,  thatsächlich  dem  Neocom  entsprechen.
Der  Abdruck  von  angeblichem  Phylloceras,  der  von  Herrn  Szajnocha
in  unserem  Terrain  vor  einigen  Jahren  gefunden  wurde,  scheint  auch  nicht
viel  zu  beweisen,  denn  bekanntlich  geht  der  Phylloceres  bis  in  das  Cenomen
  hinauf.  Uebrigens  ist  das  Exemplar  so  unvollkommen,  daß  es  nach
unserer  Meinung  fraglich  ist,  ob  das  Stück  überhaupt  eine  Versteinerung
darstellt.
Da  uns  nun  die  Paläontologie  vollkommen  im  Stich  läßt,  so  wollen
wir  versuchen,  ob  nicht  vielleicht  das  Studium  der  stratigraphischen  Verhältnisse ­
  zur  Losung  dieser  Frage  beitragen  könnte.
Wir  haben  gesehen,  daß  überall  in  unserem  Terrain  die  rothen  Thone
das  unmittelbare  Hangende  der  Ropianka-Schichten  bilden.  In  den  rothen
Thonen  findet  man  jedoch,  wie  wir  das  bereits  im  I.  Theil  ausführlich
erörtert  haben,  einen  grünen,  breccienartigcn  Sandstein  mit  zahlreichen
Nummuliten,  von  denen  sich  folgende  bestimmen  ließen:  Nummulites  Lucasana
  Defr.,  N.  irregularis  Defr,  N.  cf.  granulosa  d’Arcli,  u.  s.  w.
Es  unterliegt  also  nicht  dem  mindesten  Zweifel,  daß  die  rothen  Thone
dem  Eocen,  und  zwar  (wie  das  aus  dem  genannten  Formen  hervorgeht)
dem  unteren  Eocen  angehören,  und  daß  somit  die  Ropianka-Schichten ­
  der  Westkarpathen  das  unmittelbare  Liegende  des  unteren
Eocens  bilden.
Wir  wollen  hier  erinnern,  daß  wir  diese  Thatsache  in  Stzkowa,
Siary,  Ropa,  Strzylawka  (oberhalb  Grybów)  Kru/lowa,  Radziechoìva
            
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