Full text : Das Petroleumgebiet der galizischen Westkarpathen

III.
&  d)  su  IL

1.  lieberļtdjt  der  ausgeschiedenen  ^ortjmtte.
Es  bleibt  uns  noch  übrig,  das  bis  jetzt  Gesagte  in  kurzen  Worten
zusammenzustellen,  um  auf  diese  Weise  eine  allgemeine  Uebersicht  zu  ermöglichen. ­

Wir  wollen  im  Vorhinein  bemerken,  daß  wir  uns  in  den  folgenden
Ausfiihrungen  nur  auf  das  Terrain  der  westgalizischen  Karpathen,  das
wir  aufgenommen,  beschränken.
Die  tiefsten  resp.  die  ältesten  Schichten  unseres  Aufnahmegebietes
sind  (abgesehen  von  den  Klippenkalken)  die  Ropianka-Schichten.  *)  Sie
bilden  das  Liegende  des  ganzen  Systems  von  Gesteinen,  die  die  galizischen
Westkarpathen  aufbauen  und  treten  überall  in  Gestalt  von  steilen,  manchmal ­
  schiefen  Aufbriichen  auf.  Es  unterliegt  nicht  dem  mindesten  Zweifel,
daß  diesen  Schichten  thatsächlich  der  Name  der  Ropianka-Schichten  zukommt,
d.  h.  daß  das  dieselben  sind,  die  in  den  Ostkarpathen  unter  dieser  Bezeichnung ­
  zusammengefaßt  werden.  Sowohl  die  petrographischen  und  die
stratigraphischen  Merkmale,  die  wir  bereits  im  ersten  Theil  ausführlich
besprochen  haben,  als  auch  die  spärlichen  organischen  Reste  derselben  lassen
hier  keinen  Zweifel  aufkommen.
Uebrigens  haben  wir  öfters  die  Gelegenheit  gehabt,  einzelne  Punkte
unseres  Terrains  mit  dem  Herrn  Bergrath  Paul  zu  besuchen  und  derselbe
hat  keinen  Anstand  genommen,  diese  Schichten  als  seine  typischen  Ropianka-Schichten
  zu  bezeichnen.
Was  das  geologische  Alter  derselben  anbelangt,  so  wollen  wir  vor
Allem  constatiren,  daß  wir  es  hier  zweifellos  mit  der  Kreideformation  zu
thun  haben.  Die  Bruchstücke  von  Ammoniten,  von  Jnoceramen  u.  s.  w.
scheinen  in  dieser  Beziehung  ganz  überzeugend  zu  sein.
')  Wie  bereits  früher  erwähnt,  ist  unsere  Eintheilung  in  die  oberen  und  unteren ­
  Ropianka-Schichten  nur  auf  petrographische  Merkmale  gegründet.  Die
ersteren  scheinen  mit  den  „plattigen  Sandsteinen",  die  von  den  Herren  Kreutz  und
Zuber  im  O.  ausgeschieden  wurden,  identisch  zu  sein.  Wir  haben  jedoch  keinen
triftigen  Grund,  dieselben  in  unserem  Terrsin  als  einen  selbständigen  Horizont
aufzufassen.
            
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