fullscreen: Verständigung zwischen Stadt und Land durch Revision unserer Ernährungspolitik

Die Passagiere eines Hapagdampfers verbrauchen!) durch- 
schnittlich 490 Gramm täglich, das entspricht einem Jahresfleisch- 
verbrauch von 179 kg. Da der Passagier soviel essen kann, wie 
er will, kann man diese Menge als Fieischbegehr bezeichnen, das 
ist die Menge, die tatsächlich verbraucht wird, wenn nach den 
Kosten nicht gefragt zu werden braucht. 
Der durchschnittliche Fleischverbrauch?) betrug 1927 je Kopf 
der Bevölkerung 52 kg. Diese Zahl wird bei allen Be- 
trachtungen über den Fleischverbrauch herange- 
zogen, trotzdem ihr praktischer Wert gleich Null 
ist. Da reiche Leute, wie das Bild zeigt, sehr viel mehr essen, 
bleibt für den Rest der Bevölkerung eine weit geringere Menge übrig. 
Als Beispiel der Praxis mag ein Ergebnis Hamburger Haus- 
haltsrechnungen?) angeführt werden. In den Arbeiterhaushalten 
wurden bei einem Gesamteinkommen von RM. 2400,— jährlich 
je Kopf 27 kg Fleisch verbraucht. Da das Einkommen in sehr vielen 
Arbeiterfamilien aber geringer ist, dürfte auch ihr Fleischverbrauch 
oft noch viel niedriger sein. 
Nach Angaben der Hapag. 
Laut Wirtschaft und Statistik 1928 Nr. 6. 
-» Aus Hamburgs Verwaltung und Wirtschaft, Monatsschrift des 
Stat. Landesamtes 1927, Nr, 5. Vergl. auch: Erhebung von Wirtschafts- 
rechnungen minderbemittelter Familien im deutschen Reiche, bearbeitet 
vom Stat. Reichsamt, Abt. für Arbeiterstatistik.
	        
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