Full text : Das Petroleumgebiet der galizischen Westkarpathen

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westlichem  Abhange  die  Bergbaue  von  Ropica-ruska  gelegen  sind,  gegen
das  Thal  „l^aski"  heruntersteigen,  so  finden  wir  hier  fast  ganz  analoge
Verhältnisse,  wie  wir  sie  auf  der  entgegengesetzten  Seite  des  Gebirgszuges
beobachteten.
Vor  Allem  sehen  wir  auf  und  unter  dem  Gipfel  des  Bergrückens
einen  grobkörnigen,  dickbänkigen  Sandstein,  der  ein  wenig  an  den  Magura-Sandstein
  erinnert  und  eine  beträchtliche  Ausdehnung  am  Abhange  des
Berges  zeigt.  Darunter  dünngeschichtete,  gelblich  verwitternde,  eocene  Sandsteine, ­
  welche  in  Folge  der  mächtigen  Entwickelung  des  Liegenden  nur  eine
geringe  Mächtigkeit  erreichen,  und  endlich  die  Ropianka-Schichten.
Am  Abhange  des  Berges  im  Walde  bei  Klein-Mtzcina  befinden  sich
einige  verlassene  Schächte,  auf  deren  Halden  die  Gesteine  dieser  Gegend
studirt  werden  können.  Man  bemerkt  sofort,  daß  hier  nur  die  oberen
Ropianka-Schichten  entwickelt  sind,  während  die  echte,grünliche,  krummschalige
Strzolka  gar  nicht  zu  sehen  ist.  Es  liegen  hier  kleinere  und  größere
Bruchstücke  jenes  grauen,  plattigen  Sandsteines  mit  feinen  Glimmerblättchen,
mit  zahlreichen  Hieroglyphen  und  Fucoiden,  wechsellagernd  mit  dunklen
Thonen,  kurz  unsere  typischen  oberen  Ropianka-Schichten.  Erwähnenswerth
ist  der  Umstand,  daß  sowohl  hier,  als  auch  in  Szymbark  und  Ropa  in
den  Klüften  dieses  Sandsteines  oft  Ozokerit  oder  Erdwachs  angetroffen
wird.  Es  fällt  hier  besonders  die  mächtige  Entwickelung  der  dunklen,  beinahe ­
  plastischen  Thone  auf,  die  mit  Sandsteinen  wechsellagern;  übrigens
sieht  man  auch  hier  die  rothen  Thone,  obgleich  in  geringerer  Mächtigkeit.
Beachtenswerth  sind  die  starken  Gasentwickelungen  in  den  alten  verlassenen ­
  mit  Wasser  gefüllten  Schächten.
Es  scheint,  daß  noch  keiner  von  diesen  Schächten  die  eigentlichen
naphtaführenden  Schichten  d.  i.  die  Strzolka  erreicht  hat,  da  eben  die
oberen  Ropianka-Schichten  hier  zur  mächtigen  Entwickelung  gelangen.
Dieses  ganze  Terrain  besitzt  somit,  wie  es  die  äußeren  Merkmale  bezeugen,
keine  günstigen  Bedingungen  zur  Oel-Gewinnung,  insbesondere  da  das  steile
Einfallen  der  Schichten  keine  Aussicht  auf  die  baldige  Erreichung  des  Liegenden ­
  bietet.  Unten  am  Bache  in  der  Richtung  gegen  Groß-Mycina
liegen  „Daski"  wo  der  Bergbau  der  HH.  Dr.  Fedorowicz  und  Jankowski
gelegen  ist.  Die  älteren  Schichten  beschränken  sich  hier  blos  auf  die  tiefsten
Stellen  des  Thales,  da  die  Ufer  des  Baches  schon  in  einer  geringen  Höhe
jüngere  Schichten  aufiveisen,  nämlich  einen  dickbänkigen,  feinkörnigen,  hellen
Sandstein  mit  Kupfer-Ausscheidungen,  die  in  Gestalt  von  Drusen  das
Ģestein  ausfüllen.
Ter  größere  Theil  der  Schächte  durchteuft  die  rothen  Thone,  gelangt
nachher  in  ein  mächtiges  System  von  Schieferthonen,  plastischen  Thonen,
Plattigen  Sandsteinen,  kurz  gesagt  in  unsere  oberen  Ropianka-Schichten,
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