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wickelt und nur durch düuugeschichtete Sandsteine vertreten sind; dasselbe
Verhältnis herrscht in Harklowa, Wojtowa und Kryg.
In dieser Gegend haben wir zwei Menilit-Schieferzüge als Fort
setzung jener beobachtet, die wir schon im Gebirge kennen gelernt haben,
und die wir jetzt etwas näher ins Auge fassen wollen.
Beim Torfe Äryg, einige hundert Meter nördlich von der Straße,
in dem Orte, wo der neu angelegte Schacht des Herrn Racieski liegt, sieht
man in einem kleinen Bach-Einschnitte dunkle, bituminöse Schiefer mit
Fischresten, mit echten Menilit-Schiefern und Hornsteinen, daneben Alaun
schiefer und dünngeschichtete Sandsteine. Tie Lagernngsverhältnisse dieser
Schichten sind die nämlichen wie in Macina, so daß wir hier die regel
rechte Fortsetzung der oben beschriebenen Meiner Mulde vor uns haben.
Zwischen diesen Schiefern finden wir einen porösen Sandstein mit einem
mergeligen Bindemittel, der durch und durch mit einer dichten harzigen
Naphta getränkt ist. Auch andere eocene Sandsteine, welche das Liegende
der Menilit-Schiefer bilden, sind hier reich an Naphta, so daß diese Gegend
in bergmännischer Beziehung die besten Aussichten hat.
Dieser Menilit-Schieferzug zieht sich sehr regelmäßig gegen NW.
unterhalb Kobylanka und tritt ganz deutlich in einem Einschnitte des
Baches, der mitten durch die Parkanlage des Schlosses von Kobylanka
fließt, zu Tage. Man sieht hier dunkle, bituminöse Schiefer mit „Meletta"=
Schuppen, Hornsteinen und Menilit-Knollen. Weiter erstreckt sich dieser
Zug bis zum Ropa-Flusse, überschreitet denselben, so daß der Kobylankaer
Weg, der sich von der Chaussee abzweigt, durch steil aufgerichtete Menilit
Schichten führt. Dieselben scheinen hier sehr reich an Naphta zu sein, da
wir beobachteten, wie alle Augenblicke große Oeltropfen aus dem Flußbette
der Rapa hervortraten und die Wasseroberfläche mit einem schönen, regen
bogenfarbigen Ueberzuge bedeckten.
Weiter gegen NW. unterhalb Zagürzanp verliert sich endlich dieser
Zng in einem mächtig entwickelten Eocen-Schichtencomplepe. Der südliche
Menilit-L-chieferzug, welcher von l^aski gegen NW. streicht, ist unterhalb
Domiuikowice anstehend und verliert sich analog dem ersteren in der Gegend
de- Magdalena-Berges oberhalb Gorlice. Seine Lagerungsweise und
petrographischen Verhältnisse bilden die Wiederholung des Mtzcina-Kryg-
Kobylanka-Zuges.
Was das Naphta-Terrain von Lipinki. Wojtowa und Libusza be
trifft, so haben wir darüber nicht viel zu sagen. Der geologische Bau
desselben ist sehr einfach, es wiederholen sich immer jene schon erwähnten
mürben Sandsteine, die mit rothen Thonen wechsellagern.
-^ie bilden überall große, ziemlich regelmäßige Falten und nur in
Ansnahmsfällen (z. B. in Wojtowa) zeigen sie eine größere Störung in