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Gestalt kleiner Verwerfungen. In Wojtowa, gleich oberhalb der Schächte,
liegen über den rothen Thonen die Menilit-Schiefer und auf diesen der
Magurer Sandstein.
Es wäre sehr erwünscht, wenn ein jeder Bergbau dieser Gegend von
den Herren Grubenverwaltern in Bezug auf die Lagerung und Reihen
folge der Schichten gründlich stndirt würde, denn nur aus diese Weise
konnte man den geologischen Ban der Gegend bis in die Details, auf die
es eben hauptsächlich ankommt, kennen lernen und somit auch die Petro
leumexploitation daselbst rationell betreiben. In Bezug auf die jüngeren
Formationen d. i. das Diluvium, ist dieses nördliche Gebiet unseres
Terrains der nordgalizischen Tiefebene einzureihen, weil wir hier bereits
nordische Glacial - Erscheinungen vor uns haben. Auf dem Plateau
zwischen Kobylanka und Libusza sieht man zahlreiche eratische Blocke, die
in größeren oder kleineren Trümmern die Oberfläche bedecken. Sie be
stehen hauptsächlich aus einem Granit mit rothem Feldspath, aus Syenit,
seltener aus Diorit oder Ouarzit. Da das eingehendere Studium dieser
interessanten Gebilde, außer dem Bereiche unserer geologischen Aufgabe
lag, so beschränken wir uns hier bloß auf diese kurze Mittheilung und be
schließen hiemit die Beschreibung der Gegend des Libuszer Baches.
4. Die Gegend am Ropa-Flusse von Ascie ruskie bis Gorlice.
(Durchschnitt Nr. 2.)
Wenn wir nun gegen den südöstlichen Theil unseres Aufnahms
gebietes uns begeben, so gelangen wir in die Gegend des Ropa-Flusses.
Wir haben nicht die Absicht, dieses Terrain in geographischer Hinsicht
detaillirt zu beschreiben und beschränken uns daher auf einige Worte, die
als Grundlage einer geologischen Skizze unumgänglich nöthig sind.
Aehnlich wie in dem ganzen östlichen Theile dieses Terrains, haben
wir auch hier ein System kurzer, nicht sehr hoher Gebirgsketten (der
höchste Punkt Helm unterhalb des Dorfes Ropa erreicht kaum 779 m),
die dadurch ausgezeichnet sind, daß einige von ihnen der allgemeinen
Streichungs-Richtung NW.—SO. nicht folgen, sondern bald mehr, bald
weniger davon abweichen und kurze, isolirte Bergrücken in Gestalt von
Inseln bilden.
Der Ropa-Fluß bewegt sich von liscie ruskie bis Klimköwka regel
mäßig im allgemeinen Streichen, wendet sich nachher hinter Klimköwka in
einer plötzlichen Biegung gegen O. und verquert das Gebirge in einem
Erosions-Thale, das „Ubocz" genannt wird. Von ļwsie bis zum Dorfe
Ropa kehrt derselbe in seine ursprüngliche, also mehr oder weniger
regelmäßige Streichungs-Richtung zurück, biegt sich nachher in Ropa
gegen NO. um und behält diesen Lauf bis hinter Gorlice.