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feit entwickelt sind, aufgebaut ist. Zu beiden Seiten des Flusses sehen
wir auf viele Kilometer langen Strecken nichts als Wände von rothen
Thonen und glasigen Sandsteinen, und nur hie und da ragt in tieferem
Einschnitte die Strzolka heraus. Es ist dies bis nun die einzige Erschei
nung dieser Art in unserem Terrain.
Aehnliches werden wir weiter gegen W. in der Gegend von Pisar-
zowa und Limanowa kennen lernen. Was die Naphta-Ausbisse anbelangt,
so haben wir dieselben nur bei Florynka beobachtet.
Hiemit schließen wir die Beschreibung des Biaia-Thales in der Ge
gend von Gryböw ab. Mitten durch die Stadt geht eine Menilit-Schie-
fermulde, deren Liegendes, das aus dem Eocen, rothen Thonen und
Ropianka-Schichten besteht, sich auf beiden Flügeln dieser Synklinale, d. r.
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älteren Schichten, und bilden correspondirende Sättel. — Ties ist der
kurze Inhalt dieses Abschnittes, den wir hiemit beenden und uns weiter
gegen W. begeben.
2. Oie Gegend des Ģrittlonm-Oaches.
(Durchschnitt Nr. 4.)
Gegen W. von Gryböw zieht sich in der allgemeinen Streichungs
richtung ein Gebirgszug, „Rosochatka" genannt (der höchste Punkt reicht
bis 750 m), der die Wasserscheide zwischen den Flußgebieten der Biala
und des Dunajec bildet.
Auf seiner nördlichen Abdachung, wo die Ortschaften Mogtlno, Posa-
dowa, Kru/ckowa und Stara-Wieä liegen, entspringeit einige Bäche, die in
tiefeingeschnittenen Schluchten fließen und sich in einem größeren, den so
genannten Kruölowa-Bach vereinigen.
Dieser Hauptgebirgszug Rosochatka nimmt den bedeutendsten 4. heil
des ganzen Terrains ein, denn außer ihm haben wir in dieser Gegend
nur noch eine kleine parallele Bergkette im Dorfe Kru/lowa. Den ganzen
Raum zwischen dem einen und anderen Gebirgszuge erfüllen blos die
Querrücken, die von Rosochatka auslaufen und die eigentlich nichts an
deres sind, als nur die Ausläufer des durch tiefe Schluchten durchfurchten
Hauptzuges.
Diese geographische Eigenthümlichkeit muß man stets vor Augen
haben, wenn man den geologischen Bau dieser Gegend verstehen will.
Beginnen wir nun unsere Uebersicht von dem zweiten d. i. dem am meisten
gegen N. gelegenen Seitenzuge.
Von der Ortschaft Sioikowa, die wir bereits kennen, gelangen wir
auf einem Bergrücken neben dem Meierhofe in das Gebiet der eocenen