Full text : Das Petroleumgebiet der galizischen Westkarpathen

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Abhange  kleiner  ist,  als  in  Grybów,  müssen  wir  doch  zugeben,  daß  die
hiesigen  Verhältnisse  nicht  ganz  dieselben  sind,  wie  in  Grybów.
Indem  wir  nämlich  in  Grybów  die  vollkommenste  Regelmäßigkeit
haben,  da  die  beiden  Muldenflügel  aus  immer  älteren  Schichten  bestehen,
sehen  wir  hier  diese  Mulde  mit  ihrem  südlichen  Flügel  sich  an  die  eocenen
und  noch  jüngeren  Gesteine  des  Rosochatka-Rückens  anlehnen.  Dieser  Umstand ­
  läßt  sich  übrigens  leicht  dadurch  erklären,  daß  der  Aufbruch  der
älteren  Schichten  auf  der  Stelle  nicht  so  intensiv  war,  um  diese  bedeutende
Niveauhöhe  erreichen  zu  können.
Als  Resultat  dieser  Erörterungen  folgt,  daß  die  beschriebene  Gegend
aus  einigen  parallel  laufenden  Aufbrüchen  älterer  Schichten  besteht,  in
die  gegen  Ş.  eine  Menilit-Schiefermulde  eingekeilt  ist.

C)  Das  Gebiet  des  Dunajec-Flnsses.
1.  Die  Gegend  auf  der  rechten  Seite  des  Ounajec  -  bluffes  von
Mogilno  über  Librantowa  bis  Wielogtowy  und  ìlbiad.
Ter  ganze  westliche  Theil  unseres  Terrains  dessen  Beschreibung  wir
diesen  Abschnitt  widmen,  ist  in  geologischer  Beziehung  anfangs  nichts
anderes,  als  die  unmittelbare  Fortsetzung  der  Verhältnisse  die  wir  im
Flußgebiete  der  Biata  beobachteten.
Das  Dorf  Mogilno  liegt  auf  einem  isolirten  Berge,  der  den  nördlichen ­
  Abhang  der  Rosochatka  von  W.  abschließt,  während  der
binka-Bach,  der  auf  dem  Mogilno-Berge  seinen  Ursprung  nimmt,  in  einem
tiefen  Erosions-Thale  den  ganzen  Rosochatka-Zug  südwärts  durchschneidet.
Wenn  wir  uns  von  Posadowa  auf  die  östlichen  Abhänge  des  Mogilnoer-Berges
  begeben,  erblicken  wir  an  der  Sohle  die  Ropianka-Schichten
in  einem  kleinen  Aufschluß,  darauf  die  rothen  Thone.  Die  ersteren
scheinen  hauptsächlich  aus  den  oberen  Ropianka-Schichten,  namentlich  aus
den  plattigen,  grauen,  glimmerreichen  Sandsteinen  und  dunklen  Schiefern
zu  bestehen.  Die  Lagerung  dieser  Schichten  unterscheidet  sich  vom  Baue
des  ganzen  nördlichen  Abhanges  der  Rosochatka  nur  insoferne,  daß  die
Schichten  etwas  mehr  gegen  W.  gerichtet  sind,  denn  ihr  Streichen  ist  WNW.
Wenn  wir  uns  einige  Schritte  bergauf  begeben,  so  begegnen  wir
demselben  Menilit-Schieferzug,  den  wir  am  Abhange  der  Rosochatka  verlassen ­
  haben.  Er  bildet  hier  eine  schmale  Synklinale  und  zeigt  ähnlich
den  Ropianka-Schichten  ein  geändertes  Streichen,  nämlich  gegen  WNW.
Das  Liegende  der  Menilit-Schiefer  d.  i.  das  Mittelglied  zwischen  den  rothen
Thonen  und  den  Menilit-Schiefern  ist  hier  wegen  Mangel  an  Aufschlüssen
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