52
nicht sichtbar. Daß jedoch seine Mächtigkeit nicht sehr groß sein kann,
beweist der Umstand, daß von zwei Schachten des Herrn Gttzbocki, die
hier sehr nahe neben einander gelegen sind, einer ganz in den Ropianka-
Schichten, der andere aber in den Menilit-Schiefern abgeteuft ist.
Der erste Schacht beweist auch, daß die oberen Ropianka-Schichten
hier ganz schwach entwickelt sind, indem wir auf der Halde zumeist
strzolkaartigen Gesteine erblicken.
Was die tektonische Form dieses Menilit-Schieferzuges anbelangt, so
kann man trotz des mangelhaften Aufschlusses erkennen, daß hier ähnlich
wie am ganzen Rosochatka-Berge eine schmale Mulde concordant mit den
älteren Schichten existirt.
Es fällt uns jedoch hier ein anderer Umstand auf. Während süd
lich von KruLlowa, Posadowa u. s. w. die Ropianka-Schichten im Liegen
den der Menilit-Mulde sich nur am nördlichen Flügel zeigen, sehen wir
hier dieselben auch am südlichen Flügel. Dieser Umstand ist leicht erklär
lich, da der isolirte Berg von Mogilno, nichts anderes ist, als eine durch
die Erosion getrennte Partie der Rosochatka und in Folge dieser tief
greifenden Auswaschung wurden die Ropianka-Schichten im Liegenden des
südlichen Flügels der Menilit-Mulde entblößt, während dieselben weiter in
der Richtung gegen O. unter der großen Masse des Eocens ver
schwinden.
Wir haben also im Bergbaugebiet des Herrn Gebockt folgende
Verhältnisse: Eine schmale Menilit-Schiefer- und Eocen-Synklinale streicht
nach WNW. im Liegenden erscheinen die Ropianka-Schichten und zwar
derart, daß ihr Versuchen in der Nähe der Menilite steil gegen NON.
weiter jedoch unten am Lubinka-Bache ganz entgegengesetzt gegen SWS.
ist, was man bei der ferneren Entwickelung des Bergbaues in Mogilno
wohl berücksichtigen soll.
Dieser Ropianka-Sattel ist sehr eng, denn weiter dem Bache abwärts
im S. beobachten wir, daß derselbe ganz verschtvindet während nur noch
die rothen Thone sichtbar sind. Noch weiter unten gelangen wir in die
erwähnte tiefe Schlucht, die den Rosochatka-Rücken von W. schneidet,
und sich durch ein landschaftlich schönes, malerisches Aussehen auszeichnet.
Die Wände der Schlucht sind ganz aus eocenen Schichte» aufgebaut.
Vom Aufange der Schlucht bis zu dem Orte, wo unser Bach, parallel
mit der Chaussee, sich gegen W. nach Neu-Sandez wendet, haben wir auf
der ganzen Strecke lediglich eocene Sandsteine und Schiefer in mehrere
große, sanfte Falten zusammengelegt, die sich in mächtigen Zügen längs
der Dunajec-Ebene weit gegen NW. hinziehen.
Wir gedenken nicht alle Varietäten der Gesteinsarten, die hier
auftreten, zu beschreiben, es genügt, wenn wir eonstatiren, daß die groß-