Full text: Das Petroleumgebiet der galizischen Westkarpathen

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Weiter oben erscheint eine Seitenschlucht, längs der der Naphta- 
Bergbau gelegen ist. Durch diese Schlucht geht die Grenze zwischen den 
Menilit-Schiefern und den Ropianka-Schichten. Ter Uebergang ist so 
plötzlich, daß die Anwesenheit einer Verwerfung sehr wahrscheinlich ist. 
Längs des Baches, der das Bergbauterrain westlich begrenzt, kann 
man die Ropianka-Schichten weit hinauf verfolgen. Am Bierzwicki-Bache 
hingegen erscheinen bald hinter der Strzolka große Massen von rothen 
Thonen, die sich weit bis hinter Krasne-potoke hinziehen, und auf diese 
Weise mit dem Cietrzewiner Zuge vereinigen. 
Was den Bergbau selbst anbelangt, so liegt derselbe auf der Grenze 
von Menilit-Schiefern und Ropianka-Schichten. Leider kann man hier 
keine ausführlichen Untersuchungen anstellen, da hier hauptsächlich nicht 
gegraben, sondern gebohrt wird, doch läßt sich im Großen und Ganzen 
folgendes constatiren. 
Die überwiegende Mehrzahl der Bohrungen befindet sich in den 
Menilit-Schiefern, die abgesehen von zahlreichen Unregelmäßigkeiten 
h 10 streichen und gegen NON. fallen. Demzufolge durchteufen die 
Bohrungen in verschiedener Tiefe (50—200 m) die Menilit-Schiefer und 
erreichen das Liegende d. i. die Ropianka-Schichten (denn die rothen Thone 
und das übrige Eocen sind hier, wie bereits erwähnt, nur unbedeutend 
entwickelt), und zwar den nördlichen Flügel ihrer Antiklinale, die sich 
bekanntermaßen von Rdziostów über Drzykowa bis zum Bergbauterrain 
erstreckt. 
In dem Maße, wie oft eine Bohrung in diesen Ropianka-Schichten 
ölführende Sandsteine antrifft, erhält sie ein oder mehrere Male Naphta. 
Es ist selbstverständlich, daß der Uebergang einer Formation zu der 
andere» nicht überall regelmäßig ist, so daß auf diese Weise einige Bohrungen 
mehrere hundert Meter nur die Menilit-Schiefer durchteufen ohne das 
Liegende derselben zu erreichen. 
Tie beigegebene schematische Skizze veranschaulicht das Gesagte.
	        
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