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Vorschein, den wir im Smolnik-Thale bei Kl^czany verlassen haben,
und der die Spitze des Rückens einnimmt. Auffallend ist der Umstand,
daß derselbe sich hier nordwärts wendet, eine Tendenz, die merkwürdiger
Weise sich ziemlich oft bei den Menilit-Schiefern unseres Terrains
wiederholt.
Analog zu den Verhältnissen in Rozdziele, haben wir auch hier über den
Meniliten „jüngere Sandsteine", die sich noch weiter gegen W. erstrecken,
während die ersteren bald unter denselben verschwinden.
Auf der anderen Seite des Bergrückens finden wir Aehnliches, doch
in umgekehrter Reihenfolge.
Nur die Menilit-Schiefer allein scheinen hier zu fehlen, denn un
mittelbar unter den jüngeren Sandsteinen erscheinen die rothen Thone mit
entgegengesetztem Fallen d. i. SW.
Da sie sich unmittelbar an jüngere Sandsteine anlehnen, so scheint
es, daß wir da eine Verwerfung vor uns haben; doch läßt es sich nicht
läugnen, daß auch andere Thatsachen, wie z. B. das Auskeilen der
Schichten u. s. w. diese Erscheinung bedingen können. (Val. das
Profil Nr. 6.)
Unter den rothen Thonen sind strzolkaartige Schichten (Str. 3 h
g. W.) anstehend, die das Liegende der eisenschüssigen Sandsteine bilden.
Letztere nehmen die Thalsohle ein und zeigen eine sehr gestörte
Lagerung.
Wenn wir uns weiter nach Ttzgoborze begeben, so gelangen wir noch
mals auf die rothen Thone. Es ist somit sehr wahrscheinlich, daß alle
Schichten oberhalb Zawadka einen Sattel bilden, der möglicherweise mit
der Kltzczaner Antiklinale correspondirt.
Bei Ttzgoborze erscheinen die großplattigen eocenen Sandsteine, die
wir bei Biakowoda kennen gelernt.
Um unser Gebiet in dieser Richtung abzuschließen, müssen wir noch
weiter nördlich unser Profil fortsetzen.
An der Ehaussee zwischen Ttzgoborze und Jakubkowice in dem Punkte,
wo dieselbe bergauf steigt, zeigen sich die Menilit-Schiefer. Es ist das
zweifellos die Fortsetzung des Switzgociner-Zuges, wie das schon ein Blick
auf die geologische Karte bestätigt. Er erlangt hier eine beträchtliche
Ausbildung und erscheint besonders schön entwickelt am Lososina-Fluß, wo
er ganze Wände aufbaut und gegen 11 h streicht.
Auffallend ist der Umstand, daß hinter diesem Zug unweit der Chauffee
die rothen Thone zu Tage treten. Sie sind jedoch so schwach entwickelt,
daß wir dieses Vorkommen auf der geologischen Karte nicht berücksichtigen
konnten.
Das weitere Gebiet gehört dem Eocen an, das dadurch ausgezeichnet
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