Full text : Das Petroleumgebiet der galizischen Westkarpathen

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correspondirendeii  Richtung  der  anderen  Seite  in  der  Gegend  von  Kamionka,
  Nawojowa  rc.  weder  die  Ropianka-Schichten,  noch  die  rothen
Thone  zu  Tage  treten.
Man  könnte  wohl  annehmen,  daß  der  ganze  Aufbruch  erst  bei  Biczyce
  seinen  Anfang  nimmt,  doch  diese  Annahme  wird  sehr  unwahrscheinlich, ­
  wenn  wir  die  beträchtliche  Mächtigkeit  des  Aufbruches  gleich  in
seinem  vermeintlichen  Anfang  berücksichtigen.  Wir  sind  aber  gewohnt,
überall  in  den  Westkarpathen  zu  beobachten,  daß  der  Aufbruch  älterer
Schichten  mit  bescheidenen  Dimensionen  beginnt,  und  erst  weiter  in  der
Streichungsrichtung  mächtiger  wird.
Diese  Erscheinung  scheint  vielmehr  darauf  hinzuweisen,  daß  wir
«s  hier  mit  einer  localen  Störung  im  Gebirgsbaue  der  Karpathen  zu
thun  haben.

5.  Die  Umgebung  von  Limaiiowa.
Westlich  von  Kltzczany  wiederholt  sich  Alles  als  eine  unmittelbare
Fortsetzung  der  Verhältnisse,  die  wir  in  dem  unteren  Lauf  des  Smolnik-Baches
  beobachteten.
Am  Wege  nach  Macina  sieht  man  noch  immer  die  Ropianka-Schichten
und  die  rothen  Thone  in  der  Verlängerung  des  Klyczaner  Aufbruches.
Auch  die  Naphtaspuren  fehlen  hier  nicht,  sie  waren  Veranlassung  einiger
Probeschächte,  die  hier  angelegt  wurden,  so  z.  B.  in  Macina  auf  der
Flur  Dtzbina  am  Smolnik-Bache  230  m  tief,  in  Pisarzowa  am  Zadziele
fast  von  derselben  Tiefe,  —  jedoch  Alles  resultatlos.
In  Pisarzowa  sieht  man  an  der  Straße  Mcnilit-Schiefer,  die  hier
eine  sehr  unregelmäßige  Lagerung  aufweisen  und  eine  nördliche  Richtung
annehmen.  Sie  verschwinden  bald  unter  den  jüngeren  Sandsteinen  des
Satasz-  und  Ostra-Berges,  welche  Sandsteine  nichts  anderes  sind,  als  die
Fortsetzung  der  Schichten  vom  Rozdziele-  und  Cheim  Berg.
Um  den  Bau  dieser  ganzen  Gegend  zu  verstehen,  wird  es  sehr  zweckmäßig ­
  sein,  einige  Profile  in  verschiedenen  Punkten!  quer  auf  die  Streichungsrichtung ­
  darzustellen.
Im  östlichen  Theile  dieses  Terrains  eignet  sich  dazu  in  ausgezeichneter ­
  Weise  das  Thal  des  Siomka-Baches,  der  unter  dem  Kanina-Berg
entspringt,  und  hernach  südwärts  über  Pryszowa,  Zagorow,  Swidnik
Naszcowice  bis  in  die  Nähe  von  Alt-Sandez  fließt,  wo  er  sich  in  den
Dunajec-Fluß  ergießt.
Am  Fuße  des  Kanina-Rückens  in  der  Gegend  von  Pryszowa  sieht
man  überall  Ropianka-Schichtenl  und  die  rothen  Thone  in  einer  mächtigen
Entwickelung.  Das  Streichen  dieser  Schichten,  die  die  Fortsetzung  des
            
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