Full text: Das Petroleumgebiet der galizischen Westkarpathen

85 
4. Zone 7. Colonne XXIII UO. 
(Neu-Sandez, Klyczany, Librantowa rc.) 
Der Ropianka - Schichtenaufbruch, der am Fuße des Bergrückens 
Rosochatka über Kruölowa, Posadowa u. s. w. läuft, kommt auch auf dieses 
Blatt und zwar in der Gegend von Mogilno herüber. Hier wird der 
selbe zwischen dem Eocen und den Menilit-Schiefern eng zusammengepreßt 
und der Uebergang von einer Formation zu der anderen ist stellenweise so 
plötzlich, daß z. B. (wie bereits früher erwähnt) einer von den zwei Nach 
barschächten in Mogilno sich nur in den strzolkaartigen Gesteinen vertieft, 
während der andere nur Menilit-Schiefer antrifft. 
Erst weiter westlich bei Koniuszowa und Librantowa erweitert sich 
dieser ältere Zug und streicht dann regelmäßig nordwestlich. Die rothen 
Thone bilden hier überall das Hangende und führen stellenweise Nummu- 
liten-Schichten. 
Während im N. dieser ganze Ropianka-Zug mit seinen rothen Thonen 
unter eocene Sandsteine einfällt, grenzt er im S. unmittelbar an die Me 
nilit-Schiefer an. 
Man darf zwar nicht glauben, daß die eocencn Sandsteine hier voll 
ständig fehlen, doch sind dieselben so schwach entwickelt, daß wir sie auf 
unserer Karte gar nicht berücksichtigen konnten. 
Der Ropianka-Zug erweitert sich bei Klimkbwka und Ubiad, nachher 
wird er wieder durch die eocencn Sandsteine eingeengt, bis er endlich durch 
das Dunajcc-Thal abgeschnitten wird. 
Auf der linken Seite des Dunajec-Flusses sehen wir anfangs nur 
den plattigen eocenen Sandstein und erst weiter bei Bialowoda erscheint 
wieder der Aufbruch älterer Schichten, wahrscheinlich ist das die Fortsetzung 
der Zuges Mogilno-Librantowa-Klimkbwka rc. 
Sämmtliche Einschnitte bei Zawadka (wie überhaupt alle am nörd 
lichen Fuße des Rozdziele und Chelín Berges) zeigen strzolkaartige Ge 
steine, während die rothen Thone ziemlich hoch hinaufreichen. 
Wie wir es bereits im ersten Theile erwähnt, erscheinen hinter den 
Wielopoler Meniliten die Ropianka-Schichten und die rothen Thone in 
einem kleinen Aufbruch, der von Wielopole nach Boguszowa reicht. Im 
Gegensatz zu den Verhältnissen, die wir bei den nördlichen Zug beobachteten, 
sieht man hier die Ropianka-Schichten im S. unter die plattigen Sand 
steine einfallen, im N. aber knapp an den Menilit-Schieferzug angrenzen. 
Diese Erscheinung entspricht ganz gut unserer theoretischen Annahme, 
daß der Menilit Schieferzug eine Synklinale bildet, denn in diesem Falle 
gehören die beiden ausgebrochenen Sättel der Ropianka-Schichten zusammen 
und correspondiren unterirdisch miteinander.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.