Full text : Lexikon der Handelsgeographie

Guayana.

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Mill.Mk.  Das  wichtigste  Ausfuhrprodukt
ist  Kaffee  (13,s  Mill.  Mk.),  in  weit  geringerm ­
  Maß  Kochenillc,  Wollzeuge,  Häute,
Cedernholz,  Rohzucker,  Kakao,  Safsaparille,
  Indigo,  Gummi.  G.  exportierte  1878
ca.  21  Mill.  Pfd.  Kaffee,  davon  nach  San
Francisco  7,6Mill.,  England  6,3,  Deutschland ­
  2,a  Mill.  Pfd.  —  Die  Staatseinnahmen ­
  von  1880  beliefen  sich  auf  11,8
Mill.  Mk.,  davon  4,i  Mill.  Mk.  für  Einfuhrzölle;
  von  den  Ausgaben  in  gleicher
Höhe  entfallen  %  auf  das  Heer  und  die
Zinsen  der  öffentlichen'Schuld,  welche  sich
30.  April  1880  auf  26,3  Mill.  Mk.  belief,
davon  22,9  Mill.  Mk.  auswärtige  (englische) ­
  Schuld.  Dagegen  steht  ein  Aktivum
(inkl.  Eiscnbahnen)von  45,8Mill.  Mk.  —
Konsulate.  Eoban,  Retalhuleu  und
San  Jose  haben  Vicekonsuln.  —  Kred
  i  t  w  e  s  e  n.  Es  bestehen  drei  Banken:  die
Aationalbank,  die  Banco  de  Jagucipalpa
mid  Choluteca  (in  beiden  Orten),  Banco
d  Olaucho  (Juticalpa).  Die  Nationalbank ­
  steht  unmittelbar  unter  der  Regierung; ­
  Mitte  1876  betrug  der  Notenmn-Wf
  400,000  (ßefog.  W  c  ^  (  e  I  r  c  di't
'st  das  alte  spanische.  —  Geld.  Seit
1870  hat  G.  mit  San  Salvador  einen
Peso  im  Wert  des  französischen  golduen
Fünffrankstücks  angenommen.  Auch  werden ­
  silberne  Pesos  ausgeprägt  gleich  dem
französischen  silbernen  Fünffrankstück.  —
Maße  und  Gewichte  sind  gesetzlich  die
französischen,  metrischen.
Guayana  (Guiana),  nordöstlicher
Teil  von  Südamerika,  zwischen  Venezuela, ­
  England,  den  Niederlanden.  Frankreich ­
  und  Brasilien  geteilt,  ein  Gebiet  von
ca.  3,300,000  qkm  (60  QM.)  Areal.  —
Die  Produkte  sind  sehr  mannigfaltig;  man
zählt  mehr  als  300  kostbare  Holzarten,
die  ebensowenig  benutzt  werden  wie  das
-stopal-,  Simiri-,  Elemiharz,  Kopa'wabalsam,
  Kautschuk,  Vanille.  Gebaut  werden: ­
  Mais,  Zuckerrohr,  Kakao,  Kaffee,
Gewürznelken,  Baunnvolle,  Indigo;  eö
Sachsen  hier  alle  tropischen  Früchte.  Die
Tierwelt  ist  besonders  reich  an  schön  gefiederten ­
  Vögeln,  Affen,  Jaguaren,  Pumas,
Tapirs,  Pekaris,  Gürtel  -  und  Faultieren.
Von  Mineralien  findet  man  Goldstaub;
ftMc 9  kennt  man  Brauneisensteinlager.
Handelsgeographie.

Das  »G.«  im  engern  Sinn  genannte
Kolomalgebiet  der  Europäer  umfaßt  nur
dcu  Küstensaum,  in  den  sich  England
Holland  und  Frankreich  teilen.
1)  Britisch-G.,  engl.  Kolonie  an  der
Nordküste  von  Südamerika,  221,243  qkm
(4018  QM.)  mit  (1871)  240,500  Einw.,
darunter  20,000  unabhängige  Indianer.
Die  Einwanderung  1878  betrug  9379
Personen  (8110  von  Ostindien,  1066  von
Westindien,  203  von  Madeira);  es  wanderten ­
  aus:  1892  Asiaten  mit  727,756
Mk.  Ersparnissen.  Ansiedelungen  sind
namentlich  an  den  llfern  des  Demerara
und  Bcrbice,  zwischen  den  Mündungen
dieser  Flüsse,  auch  am  Esscguebo  und  Pomarun.
  —  Hauptkultur  ist  Zuckerrohr,
ferner:  Kaffee,  Baumwolle,  Indigo.  Ausgeführt ­
  wird  namentlich  Zucker  nach  England ­
  und  Nordamerika,  eingeführt  werden: ­
  Manufatte,  Eisenwaren,  Brotstoffe.
Es  wertete  1879  die  Einfuhr  43  Mill.,
die  Ausfuhr  50,a  Mill.  Mk.  Ein  direkter
Handel  mit  Deutschland  besteht  nicht,  doch
verkehrten  1879  hier  17  deutsche  Schiffe
(15  in  Georgetown,  2  in  Berbice).  Im
ganzen  liefen  1022  Schiffe  von  270,409
Ton.  ein.  —  Im  Finanzjahr  1879  betrug
die  Einnahme  7,914,800,  die  Ausgabe
7,752,840,  die  Staatsschuld  4,989,540
Mk.  —  Hauptstadt  ist  Georgetown
(s.  d.  und  Bcrbice).
2)  F  r  a  n  z  ö  s  i  sch  -  G.,  franz.  Kolonie  an
der  Nordküste  von  Südamerika,  121,413
qkm  (2205  QM.)  mit  (1877)  26,960
Einw.  (Indianern,  indischen  Kulis,  Deportierten^ ­
  Militärs  und  Beamten).  Die
Bevölkerung  nimmt  stetig  ab.  —  Hauptkulturen
  sind:  Zucker,  Kaffee,  Kakao,  Gewürznelken. ­
  Eö  wertete  1877  die  Einfuhr
6,a  mn.,  bic  %u6f#  296,800  9Rf.;  cg
liefen  92  Schiffe  ein  und  100  aus.  Hauptstadt ­
  ist  Cayenne  (s.  d.).
3)  Niederländisch-G.  oder  Surinam, ­
  Holland.  Kolonie  an  der  Nordküstc
von  Südamerika,  119,320  qkm  (2167
QM.)  mit  (1876)  68,531  Einw.,  darunter
17,OdO  Indianer  und  Buschneger,  viele
Chinesen  und  Hindu.  —  Hauptkulturen
sind:  Zuckerrohr,  Kaffee,  Baumwolle,
Kakao;  auch  wird  viel  Goldstaub  gefunden. ­
  Der  Handel  konzentriert  sich  in  P  a  -
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