Full text : Lexikon der Handelsgeographie

Lugano  —  Luxemburg.

Gotthardunteriichmens  gehörige)  Bahnlinie ­
  Lugano  -  Melide  -  Mendrisio  -  Chiasso.
Lugano,  Hauptort  des  schweizer.  Kantons ­
  Tessin,  au  der  Nordseite  des  Luganer
Sees  und  der  Bahn  Luzern-Chiasso;
(1880)  6129  Einw.  Banca  Svizzera  Italiana.,Anfang ­
  Oktober  stark  besuchte?für
den  Viel>handel  wichtige  Messe.
Lulkii,  Hauptstadt  des  schweb.  Laus
Norbotten,  an  der  Mündung  des  Luleasļş.ln
  den  Bottnischen  Meerlinsen;  (1878)
^960Eiuw.DeutscheöVicekousulat(Amts-M":
  die  Vogteien  Tornea,  Kalir,  L.);
Rltsbankens  Afd.  Kontor,  Westerbotten
Enskilda  Bank  Afd.  Kontor  ;  lebhafter  Handel ­
  mit  Eisen  und  Holz.  Von  lctztcrm
wurden  1877  ausgeführt:  3,5  Mill.  Kubiks'lb
  Bretter  und  Planken,  1,5Mill.  Kubik-!vn
  n  än  und  Sparren,  ferner  Bauholz,
Masten,  Brennholz,  Faßdauben  rc.  Es
uesen  hier  1878  ein  :  117  Schisse  von  37,523
deutsche  von  4500  T.),  aus:  129
Schiffe  von  41,588  T.
,  Lüneburg,  Stadt  in  der  preuß  Prov"lZ
  Haniivver,  an  der  schiffbaren  Ilmenau ­
  und  an  der  Linie  Lehrte-Harburg
der  Hannöverischen  Staatsbahu;  (issò)
19,045  Einw.  Handelskammer,  Haupt-Manit.
  Die  Saline  an  der  südwestlichen
Seite  der  Stadt  liefert  jährlich  400,000
,  tr.  Salz.  Der  Gewerbebetrieb  ist  schwunghaft. ­
  Jährlich  zwei  Messen:  die  Frühjahrsmesse ­
  (am  Mittwoch  nach  Lätare  beginnend, ­
  dauert  14  Tage)  und  die  Herbstiiresse
  (am  Mittivoch  der  zweiten  Woche  des
Septembers  beginnend,  dauert  13  Tage).
Die  erste  Woche  beider  Messen  ist  für
den  Großhandel  bestimmt.
Lüttich  (frauz.  Liege),  Hauptstadt  der
gleichnamigen  belg.  Provinz,  an  der  Maas,
welche  hier  die  schiffbare  Ourthe  anfnimmt,
der  Niederst  und  Belg.  Staatsbahu,  Belg.
Nord  -  Maastrichtbahu,  Großen  Luremdttrger
  Bahn;  (1878)  119,942  Einw.  Handelskammer, ­
  Handelsgericht;  deutsches
Konsulat;  Börse,  BanqueLìationaleSucc.,
Banque  Liégeoise,  Banque  Commerciale.—
Hauptindustrie  ist  die  Massenfabrikation. ­
  Die  Laufe  werden  in  den  umliegenden ­
  Orten  Chaudfontaiue,  Prayon,  Le
Mvoy  und  Ressonvaur,  die  Schlösser  und
devolver  in  Cherattc,  Argentea»,Wandle,

309
die  kleinern  Gewehrteile  in  Hcrstal  hergestellt; ­
  m  L.  werden  die  Waffen  zusammengesetzt. ­
  Es  wurden  probiert:
1878  1879
Einläufige  Flinten  .  183806  180103
Doppelflinten  .  .  .  113121  139759
Cords  (für  Export)  .  26747  28313
Sattelpistolen  .  .  .  19395  14782
Tcrzerole  u.  Revolver  410120  381437
Kriegswaffen  ■  .  .  48686  38217
Zusammen:  801875  782611
Außerdem  wurden  noch  150,000  fremde
Kriegswasscn  in  jedem  Jahr  anfgeputzr.
Sehrlebhast  lftdasGeschäst  in  altenKricgöwaffen,
  welche  hier  für  Südamerika,  Afrika
und  den  Orient  umgearbeitet  werden;
so  50,000  alte  Chassepots  (Beute  der  deutschen ­
  Armee),  ferner  Remington-,  Werndlund
  andre  Gewehre.  Rußland  erhielt
1878:100,000Läufe  fürBerdan-Gewehre
und  3000  Revolver  (System  Galand),  die
belgische  Regierung  5000  Revolver  (System ­
  Nagant)  und  1500  Doppelpistolen,
Portugal  1600  Revolver.  Die  Revolverfabrikation
  gewinnt  jährlich  ait  Bedeutung.
Nächstwichtige  Industriezweige  sind:  die
Wollniauufaktur,  Leder-  uiid  Blcchwarenfabrikation.
  —  Geld  rc.  wie  in  Antwerpen. ­
  —  Platzgebräuche.  Getreide,
Mehl,  Kartoffeln,  Eisen,  Eisenschienen
nnd  Stahl  verkauft  man  für  100  kg.  —
Auf  dem  voir  Deutschen  sehr  besuchten
P  f  e  r  d  e  m  a  r  k  t  wurden  1878:  730  schwere
inländische  Pferde  verkauft.
Luxemburg,  ein  seit  1867  unabhängiges ­
  und  neutrales  Großherzogtum,  durch
Personalunion  mit  dem  Königreich  der
Niederlande  verbunden,  jedoch  mit  eigner ­
  Verfassung  und  Verwaltung,  und  ein
Glied  desDeutschenZollvereins;2587àu
(47  OM.)  mit  (1875)  205,158  Einw.
fast  durchweg  deutschen  Stammes,  doch
werden  alle  amtlichen  Verhandlungen
französisch  geführt.  —  Fast  die  Hälfte  des
wohlbewässerten  Landes  nimmt  Getreide-,
Flachs-,  Hanf-  und  Rübsamenbau  ein;
auf  Wald  und  Lohhccken  kommen  2 A>,  auf
Weideland  über  Vs.  Der  Weinbau  (Mosel
und  Sauer)  liefert  gewöhnlich  31,000  (in
guten  Jahren  106,000)  Eimer.  Der  stark
betriebene  Bergbau  liefert  Eisenerze,  1879  -
1,614,393  Ton.  im  Wert  von  3,551,222
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.