Full text : Lexikon der Handelsgeographie

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Bremerhaven.

Im  letzten  Jahr  waren  Dampfer:  von
den  einlaufenden  653  von  557,637  T..
von  den  auölaufendeir  657  von  557,932
T.  Von  den  Vereinigten  Staaten  kamen
469  Schiffe  (424  Dampfer)  von  526,566
T.,  dorthin  gingen  391  Schiffe  (93  Dampfer) ­
  von  460,852  T.  Am  Eingang  beteiligten ­
  sich  696  bremische  Schiffe  oder
52  Proz.  der  Gesamtgröße  der  angekommenen ­
  Schiffe.  —  Der  bedeutendste
Verkehr  besteht  mit  New  Pork  und  Baltimore; ­
  nach  dem  ersten  gingen  205  Schiffe
von  258,340  T.,  nach  dem  zweiten  85
Schiffe  von  107,770  T.  B.  ist  auch  der
H  a  u  p  t  a  u  s  w  a  n  d  e  ru  n  g  s  h  a  f  e  n
Deutschlands;  von  1832—79  nahmen
1,544,401  Personen  ihren  Weg  über  B-,
1880  in  109  Dampfern  80,300,  davon
51,628Deutsche.—K  onsuln  unterhalten
hier:  Argentinien,  Belgien,  Bolivia,  Brasilien, ­
  Chile,  Costarica,  Dänemark,  Ecuador,
Frankreich,  Griechenland,Großbritannien,
Guatemala,  Hayti,  Hawaii,  Italien,  Kolumbien, ­
  Niederlande,  Österreich-Ungarn,
Peru,  Portugal,  Rußland,  Schweden  und
Norwegen,  Schweiz,  Türkei,  Uruguay,
Venezuela,  Vereinigte  Staaten;  Mejiko
rind  Nicaragua  sind  durch  ihre  in  Hamburg ­
  residierenden  Konsuln  vertreten.  Von
deutschen  Staaten  unterhalten  Konsulate:
Anstalt,  Baden,  Bayern,  Braunschweig,
Hessen,  Lippe-Detmold,  Mecklenburg-Schwerin,
  Oldenburg,  Preußen,  Königreich ­
  Sachsen,  Großherzogtnm  Sachsen,
die  sächsischen  Herzogtümer,  Schaumburg-Lippe,
  Württemberg.  —  Handelsanstalten ­
  sind:  die  Börse,  Handelskammer,
Gewerbekammer,  Handelsgericht,  Effekten-, ­
  Mäklerverein.  —  Kreditwesen.
Die  Rcichsbankhauptstelle  hatte  1880
einen  Gesamtumsatz  von  1318,8  Mill.
Mk.,  davon  Wechselverkehr  367,2,  Giroverkehr ­
  911,2  Mill.  Mk.  ;  außerdem  bestehen ­
  hier:  eine  Filiale  der  Nicdersächsischen
  Bank,  Bremer  Bank,  Bremer  Gewerbebank, ­
  Bremische  Hypothekenbank,
Bremer  Filiale  der  Deutschen  Bank,  Deutsche ­
  Nationalbank.  Die  Bremer  Bank
(Kapital:  16,607,000  Mk.)  ist  eine  Notenbank ­
  auf  Aktien,  die  l.Juli  1856  eröffnet
wurde;  30.  April  1880  liefen  5,733,200
Mk.  Noten  mit.  Von  der  Gesamtsumme

der  Ncichskassenscheinc  entfallen  ans  B.
358,164Mk.  Die  Seeversicherungen,
welche  1873—77  eine  stetige  Abnahme  erfahren ­
  hatten,  nahmen  1878  und  1879  wieder ­
  zu;  die  Gesamtsumme  der  abgeschlossenen ­
  Versicherungen  belief  sich  1878  auf
341,2  und  1879  auf  347,6  Mill.  Mk.,  woran ­
  29  Gesellschaften  partizipierten.  Das
großartigsteJnstitut  znrHebnng  des  Handels ­
  ist  aber  der  Norddeutsche  Lloyd,
welcher  1.  Jan.  1880:  48  Dampfer  von
18,337  Pferdekrästen  und  81,895  Ton.
besaß,  davon  35  Seedampfer  von  79,946
I.  (%obW9:  40,128,698  3Rf.)  imb  13
Flußdampfer  nebst  42  eisernen  Lichterfahrzeugen
  von  9530  T.  (Totalpreis:
2,942,613  Mk.).  Diese  Dampfer  verbrauchten ­
  1879:  216,657  T.  Kohle,  wovon ­
  131,000  deutsche.  Die  Dockanlagen
in  Bremerhaven,  Werkstätten,  Dampfbagger
  rc.  kosteten  4,721,193  Mk.  Der
Norddeutsche  Lloyd  macht  regelmäßige
Fahrten  nach  New  Pork,  Baltimore,  New
Orleans,  Brasilien  und  dem  La  Plata  sowie ­
  nach  London  und  Hull.  Die  Dampfschiffahrtsgesellschaft
  Neptun  befährt  mit
9  Seedampfern  die  europäischen  Gewässer, ­
  mit  1  Schleppdampfer  und  2  Dampfkähnen ­
  die  Nnterwcser.  —  Platzgebrauche. ­
  Die  Verkäufe  erfolgen  in  der
Regel  auf  3  Monate  Kredit,  bei  Zucker
und  Tabak  ans  4  Monate,  Petroleum  4
Monate,  Speck  und  Schinken  gegen  bar;
bei  Barzahlung  Diskont  Vr  Proz.  pro
Monat.  Wechselkurse  notiert  man  auf
Amsterdam  und  Rotterdam,  Antwerpen,
Brüssel,  London,  Paris,  Schweizer  Bankplätze, ­
  Hamburg,  Wien  kurze  Sicht  und
2  Monate  dato;  auf  New  Pork  3  Tage
nach  Sicht.  Wechseltage  für  Wechsel  auf
Hamburg  Montag  und  Donnerstag,  für
Wechsel  auf  London  und  Amsterdam
Dienstag  und  Freitag,  für  Wechsel  auf
die  übrigen  Plätze  alle  Werktage.
Bremerhaven,  der  eigentliche  Seehafen
Bremens,  am  Ausfluß  der  Geeste  in  die
Wesermündung,  durch  Eisenbahn  mit
Bremen  verbunden;  (isso)  14,240  Einw.
Vicekonsulate  für  Preußen  und  Sachsen;
Bremer  Bankverein,  Bremerhavener
Bank,  Bremerhavener  Genossenschaftsbank. ­
  Zahlreiche  Docks  (darunter  das
            
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