Full text : Zur Erneuerung des deutschen Bankgesetzes

Reformen  im  Rahmen  der  bestehenden  Bankberfaffung.
Auf  Grund  der  Voraussetzung,  daß  auch  bei  der  bevorstehenden
Erneuerung  des  Bankgesetzes  die  bestehende  deutsche  Baukverfassung
in  ihren  wesentlichen  Zügen  erhalten  bleibt,  sind  hinsichtlich  der  Reichsbank ­
  einige  Reformen  an  Einzelheiten  in  Vorschlag  gebracht  worden,
die  immerhin  für  die  Entwickelung  des  deutschen  Geld-  und  Bankwesens ­
  wichtig  genug  sind.  Es  handelt  sich  bei  diesen  Vorschlägen
nicht,  wie  bei  den  bisher  erörterten  Punkten,  um  große  Principienfragen, ­
  sondern  um  Fragen  der  banktechnischen  Zweckmäßigkeit,  für
deren  Verständnis  und  Entscheidung  es  nicht  nur  auf  allgemeine  volkswirtschaftliche ­
  Bildung,  sondern  auch  aus  eine  genaue  Vertrautheit
mit  dein  Mechanismus  einer  großen  Notenbank  ankommt.
Die  wichtigsten  dieser  Reformvorschläge  sind:  Erhöhung  der
eigenen  Mittel  der  Bank  (Grundkapital  und  Reservefonds),  Ausdehnung ­
  der  die  Notendeckung  betreffenden  Vorschriften  auf  die  Deckung
sämtlicher  täglich  fällige,:  Verbindlichkeiten,  Änderungen  in  der
Kontingentierung  der  ungedeckten  Notenausgabe.
1.  Die  Frage  der  Rapitalerhohung.
a)  Das  Grundkapital  als  Sicherheitsfonds  und  als
Betriebsfonds.
In  der  Frage  der  Kapital  er  höh  un  g  stehen  sich  zwei  Ansichten ­
  diametral  gegenüber;  nach  der  einen  Ansicht  ist  eine  Kapitalerhöhung ­
  bei  einer  Notenbank  gleichbedeutend  mit  einer  entsprechenden
Vermehrung  des  Barvorrates  der  Bank  und  hat  somit  die  Wirkung,
der  Bank  eine  ausgedehntere  und  billigere  Kreditgewährung  zu  ernlöglichen;
  nach  der  andern  Ansicht  ist  die  Höhe  des  Grundkapitals
für  die  Geschäfte  der  Bank  völlig  gleichgültig,  da  das  Grundkapital
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.