Full text : Der Zukunftsstaat und die Lösung der socialen Frage

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müssen.  Zu  diesem  Behufe  sind  von  der  Reichsregierung  bereits
folgende  durchaus  zweckmäßige  Gesetzesvorschläge  gemacht  oder  in
Aussicht  gestellt  worden:
1)  betreffend  die  Einführung  des  Tabaksmonopols,
2)  über  stärkere  Heranziehung  des  beweglichen  Vermögens,  mittelst
entsprechender  Börsen-,  Erbschafts-,  Wehr-  und  anderer  indirecten
  Steuern,
3)  über  Erhöhung  der  Wein-,  Bier-,  Branntwein-  und  Zuckersteuer;
4)  ferner  soll  durch  Einführung  von  Unfallversicherungen,  Krankenund
  Altersversorgungskasscn  der  Noth  und  Bedürftigkeit  der
Arbeiterklassen  Hilfe,  sowie  der  Industrie  und  den  Gewerben
durch  mäßige  Eingangszölle  Schutz  gewährt  werden.
Außerdem  beabsichtigt  die  Neichsrcgierung,  eine  wesentliche  Verminderung ­
  der  bereits  in  vielen  Gemeinden  fast  unerschwinglich  gewordenen ­
  Communalstenern  durch  staatliche  Uebernahme  der  Kirchennnd
  Schullastcn,  sowie  mittelst  Ueberlassung  eines  Theiles  der
Grund-  und  Gebäudesteuern  herbeizuführen.  Als  Ersatz  für  diese
auf  das  Reich  übergehenden  Leistungen  und  zur  Deckung  der  Kosten
für  weitere  Staatszwccke  würden  das  Tabaksmonopol  und  die  eben
angegebenen  Steuern  nicht  nur  vollkommen  genügen,  sondern  auch
iwch  Befreiung  der  untern  Steuerklassen  von  directe»  Steuern  und
Ermäßigung  derselben  für  die  höheren  Klassen  ermöglichen;  außerdem ­
  aber  würde  durch  eine  derartige  Steuerreform  eine  gerechtere
Vertheilung  der  Steuerlasten  erzielt  werden.
Leider  ist  bei  der  jetzigen  Zusammensetzung  der  Parteien  wenig
Aussicht  aus  Annahme  aller  dieser  vortrefflichen  Reformvorschläge
vorhanden,  wie  ja  auch  das  Tabaksmonvpol  und  die  Wehrsteuer
in  der  That  abgelehnt  wurden.
Und  wie  ließe  sich  auch  etwas  anderes  von  antinationalgesinnten
Parteien  erwarten,  von  denen  folgende  Parolen  ausgegeben  und
befolgt  werden:  „Keinen  Kompromiß  mit  der  Regierung";  „Wir
kennen  zwar  die  Pläne  der  Regierung  nicht,  aber  wir  verwerfen
sie  im  Voraus";  „Erst  nach  Beendigung  des  (doch  erst  von  Rom
            
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