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unlängst im Wiener Krankenhause verstorbenen 45 Jahr alten
Marine fand man im Gehirne einen über einen Centimeter
lairgen gänzlich verrosteten Nagel, der sich wahrscheinlich schon
seit der Kindheit des Verstorbenen in dessen Gehirn befunden
hatte, und doch soll der Mann mit einem wirklichen Nagel im
Kopfe und einem verletzten Gehirn immer recht gescheidt ge
wesen sein.
d. Gott, welcher den Menschen geschaffen und mit mancherlei Vor
zügen ausgerüstet hat, kann nicht wollen, daß ein Geschöpf
mit solchen Vorzügen untergeht; denn sein Wille ist ja der
höchst vollkommenste, der sich nicht verändern kann. Hat er
dav Dasein des Menschen gewollt, so muß er es auch immer
wollen, und vermöge seiner Allmacht vermag er auch den
Menschen ewig zu erhalten, und da er allweise ist, kennt er
auch die Mittel dazu; in seiner Aügüte will er außerdem das
Glück der Menschen — und zu diesem Zwecke hat er so viele
geistige Anlagen in ihn gelegt; da diese aber in dem kurzen
Erdenleben und wegen der in ihrer Wirffamkeit körperlich und
zeitlich beschränkten Sinneswerkzeuge sich uicht vollständig ent
falten können und deshalb auch des Menschen Glück in dieser
Welt unvollkommen bleibt, so müssen wir annehmen, daß unser
Dasein nicht auf das Erdenleben beschränkt ist. sondern sich
noch ails ein höheres ausdehnt. — Alle unsere geistigen An
lagen wären auch zwecklos, wenn sie uns nicht weiter, als wir »
hier kommen können, führen sollten, aber schon ihre stufenweise
Entfaltung zeigt uns ihren Keim der Ausbildung ohne Ende.
e. Der in uns schlummernde sittliche Trieb, erst einmal erwacht,
hört mit der einzelnen Befriedigung nicht auf, er will vielmehr
der Sittlichkeit immer mehr nachstreben, der Mensch aber als
endliches Wesen, kann nie das Ideal der vollkommenen Sitt
lichkeit erreichen, er kann sich demselben nur in einem endlosen
Fortschreiten mehr und mehr nähern. d. h. endlos fortdauern
oder unsterblich sein.