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Deckung ber Geschäftsunkosten an die einzelnen Mitglieder der Ge
nossenschaft wirb es diesen ermöglicht, bessere und um 10—20%
billigere Waare als beim Dctailverkauf zu beziehen. Vorurtheile,
Mißtrauen und Mangel an Energie haben freilich das Gedeihen
derartiger Genossenschaften bisher sehr erschwert; aber diese Hinder
nisse werden voraussichtlich nach und nach überwunden werden.
cc. WerK-KerrofsenscHcrften.
Naturgemäß schließen sich den Rohstoff- die Werkgenossen
schaften an, indem hier wie bei jedem der Zweck darin besteht,
durch die Vereinigung Mehrerer für die Einzelnen günstigere Vor
bedingungen zur Produktion zu gewähren, als jeder Einzelne für
sich allein dazu im Stande ist.
Sehr empfehlenswerth ist cs, daß Gewerksgenossenschaften,
welche nur aus Mitgliedern eines bestimmten Gewerbes bestehen,
z. B. Schuhmacher, Schileider, Tischler, Sattler, Klempner u. s. w.
zugleich Magazingenossenschaften bilden, um ihre fertigen Prvdlikte
in einem gemeinschaftlichen Locale zum Verkaufe aufzustellen.
dd. ŅcrfcHinen-HenossenfļHclfLen.
Als höchst nützlich erweisen sich ferner die Gründungen von
Maschinengenossenschaften Behufs gemeinschaftlicher Anschaffung und
Benutzung voll Maschinen, namentlich von Dampfmaschinen; denn
diese vermögen nicht nur der Laudwirthschaft, sondern auch vielen
Gewcrbtreibendcu und kleinen Industriellen, welche einzeln nicht die
Mittel zum Ankauf kostbarer Maschinen besitzen, einen erheblichen
Nutzen zu gewähren.
Nicht nur billige Rohstoffe, sondern auch gute Handwerkzcugc
und Maschinen bedingen eine vortheilhafte Produktion, welche die
Concurrenz auf dem Weltmärkte allszuhalten vermag.
Die eben angeführten vier Gcnossenschaftsarten bilden die
eigentliche Vorstufe zu solchen Produktionsgellvssenschaften, welche
aus Mitgliedern eines oder auch mehrerer Gelvcrbe bestehen, die