Full text : Der Zukunftsstaat und die Lösung der socialen Frage

75

Deckung  ber  Geschäftsunkosten  an  die  einzelnen  Mitglieder  der  Genossenschaft ­
  wirb  es  diesen  ermöglicht,  bessere  und  um  10—20%
billigere  Waare  als  beim  Dctailverkauf  zu  beziehen.  Vorurtheile,
Mißtrauen  und  Mangel  an  Energie  haben  freilich  das  Gedeihen
derartiger  Genossenschaften  bisher  sehr  erschwert;  aber  diese  Hindernisse ­
  werden  voraussichtlich  nach  und  nach  überwunden  werden.
cc.  WerK-KerrofsenscHcrften.
Naturgemäß  schließen  sich  den  Rohstoff-  die  Werkgenossenschaften ­
  an,  indem  hier  wie  bei  jedem  der  Zweck  darin  besteht,
durch  die  Vereinigung  Mehrerer  für  die  Einzelnen  günstigere  Vorbedingungen ­
  zur  Produktion  zu  gewähren,  als  jeder  Einzelne  für
sich  allein  dazu  im  Stande  ist.
Sehr  empfehlenswerth  ist  cs,  daß  Gewerksgenossenschaften,
welche  nur  aus  Mitgliedern  eines  bestimmten  Gewerbes  bestehen,
z.  B.  Schuhmacher,  Schileider,  Tischler,  Sattler,  Klempner  u.  s.  w.
zugleich  Magazingenossenschaften  bilden,  um  ihre  fertigen  Prvdlikte
in  einem  gemeinschaftlichen  Locale  zum  Verkaufe  aufzustellen.
dd.  ŅcrfcHinen-HenossenfļHclfLen.
Als  höchst  nützlich  erweisen  sich  ferner  die  Gründungen  von
Maschinengenossenschaften  Behufs  gemeinschaftlicher  Anschaffung  und
Benutzung  voll  Maschinen,  namentlich  von  Dampfmaschinen;  denn
diese  vermögen  nicht  nur  der  Laudwirthschaft,  sondern  auch  vielen
Gewcrbtreibendcu  und  kleinen  Industriellen,  welche  einzeln  nicht  die
Mittel  zum  Ankauf  kostbarer  Maschinen  besitzen,  einen  erheblichen
Nutzen  zu  gewähren.
Nicht  nur  billige  Rohstoffe,  sondern  auch  gute  Handwerkzcugc
und  Maschinen  bedingen  eine  vortheilhafte  Produktion,  welche  die
Concurrenz  auf  dem  Weltmärkte  allszuhalten  vermag.
Die  eben  angeführten  vier  Gcnossenschaftsarten  bilden  die
eigentliche  Vorstufe  zu  solchen  Produktionsgellvssenschaften,  welche
aus  Mitgliedern  eines  oder  auch  mehrerer  Gelvcrbe  bestehen,  die
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.