Full text : Preußisches Landbuch

102

i

denken  an  seine,  zu  Wusterhausen  a.  D.  verstorbenen  Eltern  der  Kirche
an  letzterem  Orte  eine  Niederschlesisch-Märkische  Eisenbahn-Obligation
über  100  Thlr.  mit  der  Bestimmung,  dast  aus  den  jährlichen  Zinsen
dürftigen  unbescholtenen  Brautpaaren  am  Tage  der  Trauung  ein  Gebetbuch ­
  geschenkt  werde.
Biittnersches  Schul-Stipendium  zu  Potsdam,
von  jährlich  7  Thlr.,  die  ein  für  alle  Mal  an  einen  Gymnasiasten
verliehen  werden.
Bulle-Günthersches  Stipendium  zu  Nauen.
Der  Bürgermeister  Bulle  vermachte  ums  Jahr  1604  500  Thlr.  und
der  Zlcsemeister  Günther  300  Thlr.  zu  einem  Stipendium.  Der
,ronds  beträgt  jetzt  an  4000  Thlr.  und  das  Stipendium  wird  an  Söhne
besoldeter  Magistratspersonen,  Geistlichen  und  Lehrer,  event,  an  Bürger-Söhne ­
  aus  Nauen  auf  1  Jahr  von  dem  dortigen  Magistrat  unter
Zuziehung  des  Ober-Predigers  vergeben.
Benny  B  n  r  ch  a  r  d  t,
Kaufmann  zu  Landsberg  a.  W.  und  seine  Gattin  begründeten  im  Jahr
1858  ein  Stipendium  für  junge  Gewerbebeflissene  und  Techniker.  Au
der  Spitze  des  Kuratorii  steht  der  Bürgermeister  von  Landsberg  a.  W.
Dre  Verleihung  erfolgt  auf  3  Jahre  an  Söhne  solcher  Personen,  welche
wenigstens  3  Jahre  ins  Landsberg  ihren  Wohnsitz  gehabt  haben  und
zum  Besuch  einer  Preußischen  Gewerbeschule  oder  des  Gewerbe-Instituts ­
  genügend  vorbereitet  sind.  Die  Stiftung  hat  die  Rechte  einer
juristischen  Person  und  1000  Kapital.  Neben  derselben  ist  eine  Stiftung ­
  von  4000  Thlr.  mit  der  Bestimmung  gegründet,  daß  von  denl
K.  Ministerium  für  Handel,  Gewerbe  und'  öffentliche  Arbeiten  aus  den
Zinsen  an  Zöglinge  des  Gewerbe-Instituts  jüdischen  Glaubens  ein
Stipendium  verliehen  werden  soll.  Die  Berleihnng  erfolgt  am  25.  Januar ­
  von  dem  Ministerium  auf  den  Borschlag  des  Direktors  des  Gewerbe-Instituts ­
  der  Art,  daß  der  Genuß  desselben  mit  dem  1.  Oktober
des  vorhergehenden  Jahres  beginnt.  Bei  der  Bewerbung  haben  diejenigen ­
  den  Vorzug,  welche  mit  dem  Stifter  oder  dessen  Ehefrau  dem
Grade  nach  am  nächsten  verwandt  sind.  Bei  dem  Mangel  an  verwandten ­
  Bewerbern  haben  diejenigen  den  Vorzug,  welche  zur  Zeit
der  Bewerbung  ihren  Wohnsitz  in  Landsberg  a.  W.  und  falls  auch
solche  nicht  vorhanden  sind,  diejenigen,  welche  in  Sonnenburg  ihren
Wohnsitz  haben.  Fehlt  es  an  solchen  Bewerbern,  so  entscheidet  die
größere  Bedürftigkeit  sowie  die  bessere  Qualifikation  und  moralische
Führung.  Auch  dieser  Stiftung  ist  die  landesherrliche  Genehmigung  ertheilt, ­
  und  sind  ihr  die  Rechte  einer  juristischen  Person  verliehen'.  Noch
schenkte  Benny  Burchardt  der  Stadt  Sonnenburg  zu  einer  Armen-Stiftnng
  400  Thlr.,  deren  Zinsen  alljährlich  an  Bedürftige  vertheilt
werden  sollen.
Burghardtsche  Anssteuer  Stiftung.
Beate  Burg  Hardt  geb.  Löwe  (f  1844  zu  Breslau)  legirte  der  Judengemeinde ­
  daselbst  2500  Thlr.  mit  der  Bestimmung,  daß  die  Zinsen
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.