Full text: Preußisches Landbuch

30 Thlr., und kauft dadurch der Stiftung das Recht ab, sie dereinst 
zu beerben. Eine aufgenommene Wittwe kann höchstens 3 eigene Kin- 
der bel sich un Wittwenhause haben, Knaben nur bis zum zurückgeleg 
ten zwölften Jahre. Das erste Anrecht zur Aufnahme steht den Pre 
diger-, dann den Schullehrer-Wittwen zu. Die verstorbenen Ehemän- 
ner müssen aber reformirter Konfession gewesen sein, und die Lehrer 
«sai 
• Celliten-Kloster zu Düren, 
eine Kongregation von 14 Konventualinen, deren Berilf dahin geht, 
die Krankenpflege in den Häusern der Kranken gegen ein Geringes zu 
übernehmen. Die Kongregation bestreitet ihre Bedürfnisse zum Theil 
durch Einsammlung milder Beiträge, hat ein Haus und eine Kirche 
und lieht als kirchliche Anstalt unter der Aufsicht des erzbischöflichen 
Stuhls zu Köln. 
Central-Armen-Stiftung für die ehemalige Herrschaft Büren. 
Sie enthält sechs verschiedene Fonds, an denen die fünf Kirchspiels- 
Gemeinden nach der Kopfzahl Theil nehmen: a) die Bergerin gsche 
Stiftung mit 4211 Thlr. Kapital, aus welcher zunächst das Lehrgeld 
mrt 20 Thlr. für einen armen Lehrling aus jedem Kirchspiele zur Er 
lernung eines Handwerks bestritten wird; l>) die Stiftung der Familie 
v. Büren, zur Zeit bestehend in einer Geldrente von 317 Thlr. 
lahrlich aus dem „Haus Bürenschen Stiftungs-Fonds" (s. d.), zunächst 
Brot-Entschädigungen für die Bewohner des Armenhauses bestimmt; 
/ . Wels chh o fsche Stiftung mit 600 Thlr. Kapital; ck) die 
7lD^!"/"usche mit 345 Thlr. Kapital; e) extraordinaire Fonds 
tofípnit V ^^l'ìîal; c. d. e. zur Unterstützung, Bekleidung und Bcr- 
Arn,p»^.-c Ņrmen und Kranken bestimmt; t) die Schultcnsche 
Erben x^.-'şîu^g zu Sittinghansen mit 233 Thlr. Kapital für die 
kser Stiftung. Jährliche Gesammt-Einnahmc 556 Thlr. 
£, . ^enttal-Anöschuß für innere Mission, 
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verwaln lnñ ihre Armen und Kranken aus Herz legen, die 
„.Aŗloste Äugend »n Rettungs- und Waisenhäusern zur Gottesfurcht 
SfJ' ^urch Stlftung von Jünglings- und Gesellcn-Beremen den 
chìlstUchen Smn unter dem Handwerker-Stande neu beleben, die Ge-
	        
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