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mirlen Gemeinde ein Haus im Werthe von 6000 Thlr. und ein Ka
pital von 3000 Thlr. mit der Bestimmung, daß dieses Haus zunächst
zur Aufnahme und Verpflegung von Armen der reformirten Gemeinde
dienen solle. Dem Ermessen des Presbyteriums ist es anheimgestellt,
auch die Armen anderer Konfessionen in der Gemeinde aufzunehmen.
Frau de Combles,
geb. Mourn hinterließ der französischen Gemeinde zu Berlin (1775)
ein Kapital von 1000 Thlr., deren Zinsen jährlich an 10 arme Per
sonen weiblichen Geschlechts gezahlt werden.
Sophie Cono,
unverehelicht (f 1782) vermachte dem Halleschen Waisenhause ein Ka
pital von 2000 Thlr., dessen Zinsen jährlich mit 100 Thlr. an die
beiden Ministerien der St. Nicolai- und St. Marien-Kirche zu Berlin
gezahlt werden. Beide Ministerien verleihen alternirend jede erledigte
Rate, deren vier à 25 Thlr. sind. Die Unterstützungen werden lebens
länglich an kränkliche Frauenzimmer verliehen und von den Predigern
dieser Kirchen ausgezahlt.
Cono w scheö Bermüchtniß.
Kapital 1000 Thlr. in Frd'or. Eine alte Stiftung;'die Verwendung
der Zinsen für würdige Arme und Nothleidende zu Stettin steht den
Geistlichen bei der dortigen Jakobikirche zu.
Conradsches Legat,
bei der Jerusalems- und Nenen-Kirche in Berlin. Kapital 800 Thlr.,
dessen Zinsen zur Beschaffung von Kleidungsstücken für arme, fleißige,
die Schule noch besuchende Mädchen bestimmt sind. (Lisco S. 119.)
Ernst Conrad,
Kaufmann in Landeshut vermachte (1861) der dortigen evangelischen
Gnadenkirche zur Ablösung der städtischen Kirchensteuer 3000 Thlr.,
dem Armenfonds zur Verwendung der Zinsen an 2 verarmte redliche
Bürger, einen katholischen und einen evangelischen, 700 Thlr.; der
evang. Schule 1000 Thlr., deren Zinsen von dem städtischen Schul-
Kottcginm nach bestem Wissen und Gewissen resp. zur Erleichterung
der Stadt-Kämmerei hinsichtlich der Zuschüsse verwendet werden sollen;
der katholischen Schule 300 Thlr., deren Zinsen zur befferen Sa-
larirung der Lehrer zu gleichen Theilen Bestimmung haben; der evang.
Schule in Zie der 200 Thlr., deren Zinsen halb zur Verbesierung des
Lehrer-Gehaltes, halb als Schulgeld für arme Kinder dienen sollen.
Marie Amalie Conrad,
unverehelicht, (t 1. Februar 1861) zu Dentsch-Ossig (Görlitz) vermachte
der evang. Schulkasse daselbst ein Legat von 100 Thlr., dessen Zinsen
zur Anschaffung wärmerer Fußbekleidung oder zur Anschaffung von
Schulbüchern oder anderer Schulbedürsnisse für arnie Schulkinder all
jährlich zu Anfang des Wiilters verwendet werden sollen. Der Orts-
Armenkasse lcgirtc sie 100 Thlr. mit der Maßgabe, daß von den Zin
sen alljährlich Arme von Deutsch-Ossig unterstützt werden sollen.