Full text: Preußisches Landbuch

schlagende Frage am besten beantwortet. — Noch stiftete v. Cothe- 
nitts für die damals Römisch-Kaiscrl. Reichs-Akademie der Natur 
forscher (jetzt Leopoldinisch-Karolinische Akademie der Naturforscher ge 
nannt), deren Director ephemeridum er seiner Zeit war, einen alle 
zwei Jahre zu Verth eilenden, ans einer goldenen Münze mit seinem 
Bildnisse im Werthe von 60 Thlr. bestehenden Preis, der die beste Be 
antwortung einer aus bent Gebiete der praktischen Medizin zu wählen 
den Frage belohnen sollte. Zur Fundirung vermachte er der genannten 
Akademie ein Kapital von 1000 Thlr. Gold. 
Co th e niu S scheS Stipendium, 
von dem Lieutenant Co th en ins mittelst Testaments vom 23. Dczbr. 
1795 mit 300 Thlr. begründet, ein Fonds, welcher im Jahre 1848 
auf 475 Thlr. angewachsen war. Das Stipendium wird mit 15 Thlr. 
jährlich an bedürftige Studirende der Theologie oder der Jurisprudenz 
aus Potsdam auf 3 Jahre von dem Magistrat verliehen. 
Conard, 
Prediger an der Kirche St. Georg zu Berlin, erhielt in Veranlassung 
seines Amts-Jnbiläums im Jahre 1863 eine Geldsumme für wohl 
thätige Zwecke zum Geschenk. Nachdem sie durch vorgenommene Samm 
lungen ans 500 Thlr. erhöht worden, übernahm der Magistrat auf den 
Wunsch des Jubilars die Verwaltung. Sobald das Kapital soweit 
angewachsen ist, daß die Zinsen 50 Thlr. betragen, sollen dieselben ein 
„Couard sches Stipendium für ev. Theologie-Studirende" bilden. 
Cram erscheö Legat, 
von der am 4. Januar 1843 zu Landshut verstorbenen Kaufmanns- 
Frau Cramer, Johanne Christiane Friederike geb. Rad icke herrüh 
rend. Sie vermachte der dortigen Armen-Kasse 2000 Thlr. : von den 
Zinsen sollen 8 hülfsbedürftige Frauens-Personcn, nnverheirathct oder 
Wittwen, unterstützt werden. 
Friedrich Christoph Cramer, 
Kaufmann zu Berlin, (+ 1770) verordnete, daß jährlich aus seinem 
Nachlasse 400 Thlr. an die Armen vertheilt werden sollten. Die Ans- 
spendung soll am 5. März und 18. Dezember geschehen, und durch 
den jüngsten Prediger der Nikolai-Kirche, der dafür eine Remuneration 
bezieht, bewirkt, auch soll sie in Gegenwart eines der nachkonuncndcn 
Anverwandten seiner Universal-Erbin geschehen, der nach seinem Ge 
fallen Arme zum Genuß dieses Geldes vorschlagen darf und für seine 
Bemühungen jedesmal 20 Thlr. erhält. Das Stiftungs-Kapital von 
8000 Thlr. ist zu Gunsten der Nikolaikirchen-Gemrinde in das Hypo 
thekenbuch eingetragen, die Auswahl der Annen ist hauptsächlich dem 
gedachten Prediger überlassen und es sind dabei vorzugsweise, jedoch 
nicht ausschließlich, die Armen der Nikolai-Parochie berücksichtigt worden. 
Aufsichtsbehörde der Stiftung ist das Konsistorium der Provinz Bran 
denburg.
	        
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