Full text : Preußisches Landbuch

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Pfarrkirche  Chausscebau-  Aktien  im  Nominalbeträge  von  1250  Thlr.
mit  der  Bestimmung,  daß  die  Zinsen  davon  jährlich  an  die  gedachten
Armen,  besanders  an  arme  Wöchnerinnen  und  Erkrankte  verabreicht
werden,  die  Vertheilung  aber  durch  den  katholischen  Pfarrer  und  die
Provisoren  erfolgen  soll.
Fräulein  v.  DziembowSka,
Besitzerin  der  Herrschaft  Rietz  (t  1.  Juli  1861)  vermachte  letztwillig
der  Armenkasse  und  der  Kirchenkasie  zu  Groß-Rietz  (Becskow)  je
2000  Thlr.  mit  der  Bestimmung,  daß  die  Zinsen  des  ersten  Legats
zur  Unterstützung  aller  arbeitsunfähigen  Leute  von  den  ihr  zugehörig  gewesenen ­
  fünf  Rittergütern  Groß-  und  Klein-Rietz,  Drahndorf,  Raßmansdorf
  und  Birkholz,  mit  Bevorzugung  der  Bedürftigen  des  Tagelöhner-Standes, ­
  event,  zur  Einkleidung  armer  Konfirmanden  oder  zur
Bezahlung  des  Schulgeldes  für  Tagelöhner-Kinder  aus  den  genannten
Ortschaften  in  Familien,  in  denen  mehr  als  zwei  schulpfiichtige  Kinder
vorhanden,  verwendet  werden.  Die  jedesmaligen  Besitzer  von  Groß-Rietz
  und  Birkholz  und  der  jedesmalige  Prediger  des  erstern  Orts  bestimmen. ­
  Die  Zinsen  der  andern  2000  Thlr.  soll  der  jedesmalige  Pre
diger  zu  Groß-Rietz  erhalten,  insofern  er  darauf  Verzicht  geleistet  hat,
von  den  zu  Groß-  und  Klein-Rietz  und  Birkholz  wohnenden  Tagelöhnern ­
  die  üblichen  Gebühren  für  Einsegnungen,  Trauungen,  Taufen
und  Begräbnisse  zu  nehmen;  andernfalls  soll  auch  dieses  Legat  der
Armenkasse  nach  den  in  Betreff  der  ersteren  2000  Thlr.  getroffenen
Bestimmungen  zufallen.

Joh.  Martin  Christian  Eckard,
Iustizrath  und  Kammergerichts-Sckretair  zu  Berlin  (t  1811)  bestimmte
die  Zinsen  von  400  Thlr.  zur  beständigen  Unterstützung  einiger  blindgeborenen ­
  oder  blindgewordenen  Armen  bürgerlichen  Standes.  Das
Kapital  wird  bei  der  städtischen  Haupt-Stiftungskasse  in  Berlin  verwaltet ­
  und  war  im  Jahre  1845  (Lisca  S.  82)  bis  auf  550  Thlr.
herangewachsen.
Eckardtsches  Stipendium.
Es  beträgt  jährlich  70  Thlr.  und  ist  für  würdige  und  bedürftige
Studirendc  aus  der  Stadt  Burg  bestimmt.  Die  Verleihung  steht  dem
Magistrat  zu.
EckardtShauS.
Eine  Erziehungs-Anstalt  für  vcrwahrlosete  Kinder  zu  Eckartsberga  die
zum  Theil  auf  Kosten  der  Provinzial-Stände  erhalten  wird.
Freiin  v.  Eckardtstein,
Amalie,  geb.  Seng  er  auf  Schloß  Drehna  (Luckau)  überwies  (1861)
1000  Thlr.  zum  Besten  der  Ortsarmen  in  Drehna.  Das  Kapital  soll
von  dem  Orts-Pfarrer  verwaltet  und  der  Zins-Ertrag  theils  zur  Erziehung ­
  von  armen  verwahrlosten  Kindern,  Theils  zur  Unterstützung
            
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