Full text : Preußisches Landbuch

Elisabeth-Hospital  zu  Ibbenbüren.
In  neuerer  Zeit  aus  milden  Gaben  entstanden,  mit  Korporationsrechten
  versehen  und  von  Schwestern  des  Ordens  vom  heil.  Franziskus
geleitet.  Kapital-Vermögen  7000  Thlr.
Elisabeth-Kinderbewahr-Anstalt  zu  Nenhaldensleben,
1845  gegründet  und  im  Jahre  von  etwa  80  Kindern  meist  unentgeltlich ­
  besucht.  Die  Stadt  zahlt  50  Thlr.  Zuschuß.  Die  Anstalt  hat  ein
Haus  und  150  Thlr.  Kapital.
Elisabeth-Kinder-Hospital  zu  Berlin.
Dasselbe  ist  am  1.  April  1843  in  der  Pionier-Straße  7  a.  durch  den
Verein  zur  Beförderung  der  Kleinkinderbewahr-Anstalten  gegründet,  nimmt
arme  und  kranke  Kinder  vom  zurückgelegten  7  bis  9  Jahre  ohne  Rücksicht ­
  auf  die  kirchliche  oder  bürgerliche  Gemeinde,  zu  der  sie  gehören,
auf,  und  gewährt  ihnen  freien  Unterhalt,  ärztliche  Behandlung  und
Pflege.  Zum  Erwerbe  des  Grundstücks  schenkte  König  Friedrich  Wilhelm ­
  IV.  1000  Thlr.  ;  die  Königin  Elisabeth  übernahm  die  Protektion
der  Anstalt,  welche  1859  neue  Statuten  und  beschränkte  Korporationsrechte ­
  erhielt.  Sie  ist  ursprünglich  auf  60  Betten  eingerichtet.  Vereine, ­
  Kirchen-Gemeinden  und  Familien,  welche  die  Aufnahme  eines
Kindes  für  ihre  Rechnung  wünschen,  zahlen  jährlich  60  Thlr.  pro  Bett
praenumerando.  Im  Jahre  1863  wurden  27  Knaben  und  27  Mädchen ­
  in  die  Anstalt  aufgenommen;  Einnahme  und  Ausgabe  4900  Thlr.
Freiin  v.  d.  Recke,  geb.  v.  Planitz  stiftete  1859  durch  Einzahlung
eines  Kapitals  von  1000  Thlr.  ein  Krankenbett.  Vgl.  Paul  Mende ­
  lss  ohn-Bartholdy.
Elisabeth-Krankenhaus  zu  Berlin,
s.  Frauen-Kranken-Verein.
St.  Elisabeth-Krankenhaus  zu  Dorsten,
im  Jahre  1851  aus  milden  Beiträgen  erbaut  und  zur  Aufnahme  von
20  Krankenbetten  eingerichtet.  Die  Kosten  der  Unterhaltung  werden
durch  milde  Beiträge  und  durch  einen  Zuschuß  der  Stadt  von  100  Thlr.
bestritten;  die  Pflege  der  Kranken  ist  den  Schwestern  vom  dritten  Orden ­
  des  heil.  Franziskus  anvertraut.
Elisabeth-Siechenhaus  zu  Berlin.
Mit  Beihülfe  eines  Zuschusses  der  Genossenschaft  des  Johanniter-Ordens ­
  voit  300  Thlr.  1856  errichtet,  seit  1858  Schönhauser  Allee  144.
Die  Anstalt  nimmt  10—20  arme  weibliche  Sieche  aller  Bekenntnisse
auf  und  hat  Korporations-Rechte.  Protektorin  ist  die  Königin  Elisabeth.
Die  Pflege  der  Siechen  liegt  Diakonissen  ob.
Elisabeth-Stift  zu  Anklam.
Dasselbe  begreift  die  Rettungshäuser  zu  Görcke  und  zu  Demmin  (s.  d.)
in  sich.
Elisabeth-Stift  zu  Brieq,
s.  Pfeiffersche  Stiftung.
            
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