Full text : Preußisches Landbuch

268

I

Herrn  resp.  der  Regierung  in  Koblenz  zu.  Die  Zinsen  des  Kapitals
sollen  an  20  der  ärmsten  Familien  der  Herrschaft  Wildenburg-Schönstein
  in  gleichen  Raten  ausgetheilt  und  cs  soll  dabei  ans  avute  Wittwen
und  Waisen  vorzüglich  Rücksicht  genommen  werden.
Gräfin  Mariane  v.  Hatzfeldt-Gleichen,
bestimmte  1725  eine  Summe  von  1000  Gulden  zu  dem  Zweck,  daß
armen  Bürgern  zu  Tracheuberg  und  Prausnitz  Darlehne  von  60—100
Thlr.  auf  3  bis  5  Jahre  ohne  Zinsen  gegen  sichere  Hypothek  vorgcliehen
  werden  sollen.  Die  Verleihung  ist  dem  Pfarrer  des  Orts  aufgetragen. ­
  Die  Stiftung  steht  unter  Aufsicht  der  Regierung.
Hausche  Stiftung  zu  Pfalzel  (Trier),
zur  Unterstützung  dürftiger  Verwandten  des  Stifters  und  der  Armen
zu  Pfalzel.  Kapital  2300  Thlr.
Georg  Gustav  Philipp  Hauck,
Geh.  Hofrath,  legirte  der  Armen-Direktion  in  Berlin  100  Thlr.  zur
Bildung  eines  Ünterstützungs-Fonds  für  alte,  kranke,  verarmte,  unglückliche ­
  und  dennoch  sittliche  Hebammen.  Der  Testator  war  dazu
besonders  durch  den  Umstand  bewogen  worden,  daß  es  so  vieler  Fundationen
  für  Arme  und  Unglückliche  ungeachtet  an  einem  Unterstützungs-Fonds
  für  die  von  ihm  bezeichneten  Personen  fehlt,  wobei  er  die
Hoffnung  hegt,  daß  vielleicht  seiner  Stiftung  noch  mehrere  Gleichgesinnte ­
  sich  anreihen  dürften,  bis  die  Zinsen  einen  jährlichen  Ertrag
von  20  Thlr.  geben,  um  damit  diejenige  Hebamme  alljährlich  bis  zu
ihrem  Tode  zu  unterstützen,  welche  durch  ihre  Lage  und  moralische
Aufführung  die  meisten  Ansprüche  daran  hat.  Im  Jahre  1864  hatte
das  ursprüngliche  Stiftungs-Kapital  sich  bis  ans  den  Betrag  von  376
Thlr.  incl.  350  Thlr.  in  Berliner  Stadt-Obligationen,  vermehrt,
und  demnach  noch  lange  nicht  die  vom  Stifter  beabsichtigte  Hohe
erreicht.
HauptamtS-Hospital  zu  Rastenburg.
Angeblich  1361  fundirt,  stellt  es  ein  selbstständiges  Institut  dar,  in
welchem  seit  1814  alte  Frauen  von  45  Jahren  ab  gegen  ein  Einkaufsgeld ­
  von  60  —  20  Thlr.  aufgenommen  werden  können.  Die  Anstalt
hat  ausgedehnten  Grundbesitz  und  ein  Kapital-Vermögen  von  18,000
Thalern.
Haupt  Studien-Fonds  zu  Münster.
Er  besteht  aus  den  Ueberschüsscn  der  Studien-Fonds  der  Rentei
Münster,  der  Rentei  Geist,  der  Münsterschen  Studien-Fonds  rc.  und
der  jährliche  Ertrag  von  30,000  Thlr.  wird  für  kath.  Unterrichts-Zwecke
  verwendet.
Haupt  Bercin  für  christliche  Erbauungsschriften  zu  Berlin.
Im  Jahre  1814  für  die  Preußischen  Staaten  begründet,  erhielt  er
1832  die  Rechte  einer  moralischen  Person.  Er  verbreitet  religiöse
Schriften,  welche  auf  die  Bibel  gegründet,  rein  evangelisch  abgefaßt
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.