Full text: Preußisches Landbuch

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noch nach beendigten Studien (wenn er den Grad eines Magisters oder 
Doktors erlangen will), verliehen. Der Stipendiat muß aus der Familie 
des Stifters oder wenigstens in Mittenwalde geboren sein. DieKollation 
steht dem Magistrat und dem Kirchen-Ministerinm in Mittcnwaldc zu. 
Herzigsche Stiftung zu Masselwitz (Breslau), 
von dem Brauer Herzig in Klein-Masselwitz (t 1850) begründet. 
Er vermachte den Orts-Armen von Klein- und Groß-Masselwitz 200 
Thlr. mit der Bestimmung, daß der Zins-Ertrag alljährlich in der 
Weihnachts-Woche gewissenhaft von den Schulzen vertheilt werde. 
Heßsche Legate zu Landsbut. 
Der Kaufinanns-Aelteste Johann Daniel Heß (ch 1854) vermachte der Stadt 
Landshut a) 1150 Thlr., deren Zinsen zur Unterstützung armer Hand 
werker und armer Handarbeiter, und b) 900 Thlr., deren Zinsen zur 
Unterstützung von sechs gutgesitteten fähigen armen Knaben, welche ein 
Handwerk erlernen wollen, verwendet werden sollen. 
Hetzer, 
Hofrath und Stadtrichter, legirte (1792) 4000 Thlr. in Fricdrichsd'or 
zur Unterstützung von Berliner Bürgern und deren Wittwen, vornehmlich der 
Friedrichsstadt, der Neustadt und des Friedrichs-Werders, die sich in 
der äußersten Bedürfniß, cs sei welcher Art, ohne menschliche Hülfe be 
finden. Die Unterstützungen sollen zu Weihnachten in Raten nicht unter 
10 Thlr., jedoch ein für alle Mal gewährt werden. Die Stadt 
verordneten der genannten Stadttheile, und zwar aus jedem der älteste, 
sollen entscheiden. Die Unterstützung darf den Empfängern auf die 
ihnen sonst als Arme zu ertheilenden Wohlthaten nicht angerechnet 
werden. Das Kapital wird bei der städtischen Haupt-Stiftungskassc 
verwaltet. 
Hewerer, 
Kammer-Lakai und dessen Ehefrau (t 1823) vermachten 3000 Thlr. mit 
der Bestimmung, daß die Zinsen zur Unterstützung verschämter Armen 
in Berlin verwendet werden sollten. Verwaltet wird das Legat bei 
der städtischen Haupt-Stiftungskafse. (Lisco S. 83.) 
v. Heydebraudtsche Familien- und Armen-Stiftung. 
Bon dem Rittmeister Ernst v. Hey de brau dt 1826 errichtet, um 
Unglücklichen der Familie, andern Leidenden ohne Unterschied der Person 
oder Religion, Arbeit-- und Verpflegungs-Anstalten jeder Art, be 
drängten Freunden, Musikbekannten, insbesondere auch seinen gewesenen 
guten Dienstboten, wenn sie die Noth ergriffen hat, Unterstützungen zu 
zuwenden. Die Stiftung steht unter Aufsicht des Kreisgerichts zu 
Oels. 
v. d. Hey bensche und v. Schütz sche Armen-Stiftung 
von dem Freih. Klemens Wenzeslas v. d. Heyden (+ 1840 in Trier) 
begründet. Derselbe bestimmte einen großen Theil seines (etwa 
50,000 Thlr. betragenden) Nachlasses, entweder zur Erquickung be-
	        
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