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vom jedesmaligen Besitzer mit 4 pCt. verzinset werden sollen. Von
den Zinsen soll dem evangel. Schulhalter das reglementsmäßige Schul
geld für die jederzeitigen (armen) schulpflichtigen Kinder der Einsassen
bezahlt, und den armen Kranken in der Gemeinde geholfen, der ctwanige
Ueberschuß aber au die Armen vertheilt werden. Gleiche mit je 1000
Thlr. dotirte Stiftungen bestehen in Nieder-Schüttlau, Konradswaldau
und Schabenau.
Höffichensches Stipendium.
Bon dem Konsistorial-Sckrctair Höffichen (1821) für Studirende der
Rechtswissenschaft aus Magdeburg m zwei Raten à 50 Thlr. be
gründet. Die Verleihung steht dem Eonsistorium in Magdeburg zu.
Höhere Bürgerschule zu Gladbach,
evangelischer Konfession, seit 1844 als Gemeinde-Anstalt bestehend und
durch freiwillige Beiträge erhalten. Sie hat niehrere Legate. Kommer-
zienrath Fr. Wolff vermachte 1000 Thlr. zur Verbesserung der Lehrer-
Gehälter, Kommerzienrath Ero on 1500 Thlr. zur Deckung des
Schulgeldes unbemittelter Schüler u. s. w. Auch ist ein Lehrer-Peusions-
Fonds begründet.
Höhere Bürgerschule zu Kulm,
früher Akademie. Die Akademie wurde durch ein Privilegium Papst
Urban VI. vom Jahre 1386 bestätigt und durch Papst Jnuocenz VII.
mit den Vorrechten der Universität zu Bologna, namentlich mit dem
Recht, in allen vier Fakultäten Doktores zu krcircn, ausgestattet, hat
aber niemals eine besondere Berühmtheit erreicht und ist nach mancherlei
Wandlungen seit 1825 eine höhere Bürgerschule. Es gehören der
ehemaligen Akadeillie vermöge einer Schenkung aus dem Jahre 1518
die Ortschaften Vorwerk Gogolin, Steinwage und Zaki-Mühlc mit
1053 Morgen Fläche; sie stehen unter Verwaltung des Landraths und
die Einkünfte fließen zur Schulkaffe, v. Chappuiösche Stiftung aus
dem Jahre 1835 für arme Schüler zur Beschaffung von Kleidungs
stücken und Schulbüchern.
Höhere Bürgerschule zu Potsdam.
Seitens der Stadt werden zur Zeit 37 halbe und 13 ganze Freistellen
gewährt, 10 ganze haben außerdem Lehrerkinder inue, 5 die vierten
einer Familie angehörenden Kinder, 4 besetzt die Königl. Regierung
und 18 halbe und 6 ganze Freistellen werden durch die Stiftung,
welche der Stadtälteste Eisenhardt testamentarisch begründete, besetzt.
Höhere Bürger Schule (Rektorat Schule) zu Steele (Werden),
auf Stiftungen des Vikarius Hertiger von 1607 und des Pastor
Oh len von 1781 beruhend und 1855 eröffnet.
Höhere Töchterschule zu Münstereifel,
klösterliche Anstalt in dem ehemaligen Karmeliteffcn-Kloster, verbunden mit
eineul Pensionat. Die 8 Klosterfrauen ertheilen zugleich den Unterricht
an der Elementar-Schule. Das Pensionat hat etwa 60 Zöglinge.