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Hospital St. Nikolai zu Guhrau.
Ein altes Institut, das 19 armen alten Bürgern und Bürgerinnen freie
Wohnung und Lebens-Unterhalt gewährt, auch eine Geld-Unterstützung
zahlt. Die Anstalt hat einige Grundstücke und ein Kapital-Vermögen
von 13,800 Thlr.
Hospital der Salzburger Kolonie zu Gumbinnen.
Der Fonds dieses Armen-Instituts (jährliche Erträge an Zinsen rc.
etwa 7000 Thlr.) ist zum größten Theil aus Sammlungen zusammen
gebracht, die in Deutschland und Dänemark für die aus ihrem Vaterlande
vertriebenen Salzburger veranstaltet waren, und aus 35,000 Kaisergulden
bestanden, die 1756 von dem Erzbischof zu Salzburg als
Entschädigung für zurückbehaltenes Eigenthum dieser Vertriebenen eingezahlt
worden sind. Diese Gelder wurden nicht vertheilt, sondern zu
einem von König Friedrich Wilhelm!. 1732 gestifteten UnterstützungsFonds
von 2000 Thlr. Kapital geschlagen. Im Jahre 1815 ist der
Anstalt auch ein v. Melbccksches Legat von 1000 Thlr. zugefallen.
Die Verwaltung und Verwendung der Einkünfte erfolgt durch die von
3 zu 3 Jahren zu wählenden Vorsteher und Abgeordneten der Salzburger
Kolonisten unter Aufsicht der Regierung. Im Jahre 1861 betrug
das Aktiv - Vermögen der Anstalt 124,836 Thlr. ausschließlich des
Werths der Grund - und Ackcrstücke von 22,910 Thlr. Die Anstalt
hat Korporations-Rechte und es wurden in derselben im Jahr 1861
150 Personen von Salzburger Abstammung im Alter von 60 bis über
80 Jahre mit lj bis 2} Thlr. monatlich je nach ihrer Hülfsbcdürftigkeit
und Würdigkeit verpflegt. Außerhalb des Hospitals hatten 168
Personen in demselben Alter laufende Unterstützungen von monatlich
10 Sgr. bis 2 Thlr.; von diesen Unterstützten gehörten 140 dem Rcg.-Bezirk
Gumbinnen, 28 dem Reg.-Bezirk Königsberg an.
Hospital St. Spiritus zu Guttstadt.
Dasselbe gewährt 18 alten Leuten freie Wohnung und vollständigen
Unterhalt. Es besitzt mehrere Ländereien und ein Kapital von 9200 Thlr.
Hospital St. Spiritus zu Heringen.
Im 15. Jahrhundert begründet, nimmt es alte ehrbare unbemittelte Einwohner
der Stadt und in deren Ermangelung aus dem Anite gegen
ein Eintrittsgeld auf. Die Anstalt steht unter Verwaltung des Magistrats
und unter Oberaufsicht der Regierung zu Merseburg. Vermögen
8100 Thlr.
Hospital ml St. Corpus divisti zu Hirschberg.
Dasselbe verpflegt durchschnittlich jährlich 6 Personen männlichen und
weiblichen Geschlechts, und zwar vorzugsweise verarmte Bürger und
Bürger-Wittwen. Die damit verbundene Kranken-Anstalt ist zu 24
Betten eingerichtet. Einnahme und Ausgabe jährlich etwa 1500 Thlr.;
Vermögen war 1861 in Grundstücken 20,000 Thlr., in Kapitalien
15,300 Thlr.