Full text: Preußisches Landbuch

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Ida-Stiftung. 
Fürst von Pleß, Graf von Höchberg (t 1855) begründete in Erinne 
rung an seine verstorbene erste Gemahlin unter dem Namen „Jda- 
Stiftung" eine Armen-Sriftung in der Art, daß aus seinem Allodial- 
Vermögen ein Revenüen-Betrag von jährlich 100 Thlr. zur Anschaf 
fung von Kleidungsstücken für arnie Kinder in den zur freien Standes- 
Herrschaft Fürstenstein gehörigen Dörfern verwendet werden soll. 
Jdioten-Anstalt zu Berlin. 
Ein Privat-Jnstitut, von Bösch (Schönhauser Allee 135) begründet 
ititi) (1858) mit 8 Zöglingen eröffnet. Im Jahre 1861 zählte das Haus 
37 Zöglinge, davon waren 6 konfirmirt, 10 erlernten Handwerke, 12 stan 
den auf der Stufe einer mittleren Elementar-Klasse. Im Jahre 1861 
unterhielten in der Anstalt der König einen Zögling, der Staat 2, 
Staatszuschuß empfingen 3, die Kommunal-Behörden Berlins zahlten 
für 11 Zöglinge; die letztere den Satz von 120 Thlr. jährlich für 
Unterricht und Verpflegung. Dem Geschlecht nach waren cs 22 Kna 
ben und 15 Mädchen.im Alter von 4 bis 25 Jahren. Sie stamm 
ten ans allen Theilen Deutschlands, aus Dänemark, Rußland, den 
Donaufürstenthümcrn und aus England. 
Jdioten-Anstalt zu Neustadt-Eberöwalde. 
Ein Privat-Jnstitut des Dr. Hetzer, mit einigen Freistellen. 
Idioten Anstalt zu Nastendurg. 
Die erste derartige Anstalt in der Provinz Preußen, am 15. Mai 1865 
eröffnet. Sic ist von einem Verein begründet, und der Provinzial- 
Landtag hat 12 Freistellen auf vorläufig 6 Jahre dotirt. 
Jechc, 
Zinngießer und Kirchen-Vorstcher zu Bunzlau (+ 1832) vermachte 600 
Thlr. Die Zinsen a) von 200 Thlr. sollen zu Unterstützungen von 
2, 1.1 und 1 Thlr. verwendet und diese an seinem Sterbetage (6. De 
zember) an Erblindete, hülflose Kranke und Hausarme beider Kon 
fessionen vertheilt; b) von 100 Thlr. zum Ankauf von Büchern, als 
Prüfungs-Prämien für fleißige Schulkinder; c) von 300 Thlr. zu 
Unterstützungen à 1 Thlr. für verarmte Bürger und ihre Wittwen ver 
ausgabt werden. 
Jentschsche Stiftungen. 
Rittergutsbesitzer Jcntsch zu Seichau legirte (1855) dem Kreise Inner 
zum Besten des Krciskrankenhauscs 300 Thlr. Die Wittwe des Ver 
storbenen zahlte diese Summe und soll sic nach dem Beschlusse der 
Kreisstände als ein besonderer Fonds unter der Bezeichnung: „Jentschsche 
Stiftung" mit den übrigen Fonds der Anstalt verwaltet werden. Die 
später ebenfalls + Wittwe geb. Otto vermachte der evang. Friedens- 
Kirche zu Jauer 6000 Thlr. resp. 400 Thlr. mit der Bestimmung, daß 
davon eine Stiftung für unbescholtene und unbemittelte Jungfrauen 
aus den gebildeten Ständen gegründet werde.
	        
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