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Katholische Rektorat-Schule zu Werden j Esten),
ein Institut aus abteilichen Zeiten, jetzt vom Fiskus unterhalten, dessen
Interessen der Landrath vertritt. Zur Aufnahme sind ohne Unterschied
der Konfession alle Knaben, welche das 9. Lebensjahr zurückgelegt
haben, die nöthigen Vorkenntniffe besitzen und deren Eltern im Gebiet
der ehemaligen Abtei Werden wohnen, berechtigt; das Schulgeld zahlt
der Fiökns. Auswärtige können gegen Zahlung des Schulgeldes auf-
genommcn werden.
Katholische Rektorat-Schule zu Tanten (MörS).
Eine kirchliche Anstalt, die den dortigen katholischen Kirchen-Rath zum
Vorstande und zwei Kurat-Geistliche als Lehrer hat. Sie hat 30 bis
40 Schüler, die bis Tertia oder Sekunda eines Gymnasiums oder
einer Real-Schule gebracht werden. Jährliche Einkünfte aus eigenen
Fonds 270 Thlr. ; Schulgeld 8—14 Thlr.
Katholische Schullehrer-Wittwcn- und Waisen-Unterstlltzungskasse für Schlesien.
Sie wird bei der Regierung zu Breslau verwaltet, hat an 2000 Mit
glieder und besaß 1864 ein Vermögen von 68,000 Thlr. Gezahlt wurden
6700 Thlr. Unterstützungen. Unter den für jenes Jahr notirtcn Zuwendun
gen befand sich ein Geschenk des Fürstbischofs Dr. Förster von 5000 Thlr.
und ein Legat des Kaufmanns Gottwald aus Hirschbcrg von 5000
Thlr. Vgl. Scholzsche Jubiläums-Stiftung rc.
Katholische Waisen-Anstalt zu St. Hedwig in Breslau.
1818 von einem Verein gegründet. Die Anstalt hat Korporations
Rechte und erhielt viele Zuwendungen. Vgl. Lindner.
Katholische Waisen-Anstalt zu Neuzelle.
Es werden darin 25 — 40 Kinder erzogen. Die Anstalt steht unter
kirchlicher Aufsicht, ist von barmherzigen Schwestern geleitet, empfängt
jährlich 350 Thlr. aus Stifts-Fonds und wird im Uebrigen aus frei
willigen Gaben erhalten.
Katholischer Frauen-Verein zu Münster.
Er bekleidet arme Mädchen im Winter und bringt die Mittel dazu
theils durch Beiträge, theils durch Sammlungen und veranstaltete Kon
zerte auf. Im Jahre 1861 waren — seit Begründung des Vereins —
bereits mehr als 1000 Kinder im Winter vollständig bekleidet werden.
Katholischer Frauen-Verein zu Wesel
zur Unterstützung armer Kranken und Wöchnerinnen. Er besteht aus
220 Mitgliedern und hat einen Fonds von 400 Thlr.
Katholischer Gesellen Verein zu Köln
oder Verein zu Schutz und Pflege lediger Handwerks-Gesellen mit dem
Wahlspruche: „das Gute mehren, dem Schlechten wehren." Er wurde
1849 von dem Dom-Vikar Kolping, welcher den ersten derartigen
Verein schon vorher in Elberfeld begründet, mit 7 Gesellen eröffnet,
und zeigte sich in Bezug auf die moralische Haltung der Mitglieder so