Full text: Preußisches Landbuch

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des Erblassers, der auf die Unterstützung armer jüdischer Kinder ge 
richtet war, sich weiter vereinigen werden. 
Ascher, 
Regierungsrath a. D. zu Potsdam, Besitzer des Ritterguts Kerzcndorf 
bei Zossen, schenkte (1859) der dortigen Schule bei seinem Abgang 
einen Westpreußischen Pfandbrief über 100 Thlr. zu Schnlzweckcn für 
die Tagelöhner daselbst mit der Bestimmung, daß aus den Zinsen jähr 
lich die üblichen Schulbücher, auch Prämien beschafft werden. 
v. d. Ass eburg, 
s. Hospital zu Schermke. 
A s h e lm sche Familien-Stiftung. 
Seit dem Jahre 1559 beim Magistrate zu Breslau von dem Rathmann 
Dr. Simon Aßhelm gegründet und von einem seiner Nachkommen, 
George Aßhelm, vergrößert, seit dem Jahre 1863 aber bei dem dor 
tigen Stadtgericht verwaltet. 
Asyl für entlassene weibliche Gefangene zu Brandenburg. 
Ein Provinzial-Jnstitut, 1864 begründet, Vorsteher des Komitös Pre 
diger Keßler. Zweck des Asyls ist, aus dem Zuchthause oder sonst 
entlassenen weiblichen Gefangenen ev. Konfession, welche das Verlangen 
nach Rettung bekunden, aber in Ermangelung eines geeigneten Unter 
kommens der Gefahr des Rückfalles in das Verbrechen und Sünden- 
Elend ausgesetzt sind, eine Stätte zu bieten, wo sie vor Versuchung 
leichter bewahrt bleiben und sich befestigen können in christlichen Grund 
sätzen, um dann je nach Umständen in ein angemessenes Verhältniß, 
vorzugsweise in Dienst bei christlichen Herrschaften zu treten. 
Asyl für entlassene weibliche Gefangene zu Kaiserswerth. 
Ein evang. Institut, 1833 von dem jetzt verstorbenen Pastor Fliedner 
errichtet. S. Diakonissen-Anstalt zu Kaiserswerth. 
Asyl für verarmte Kaufleute in Berlin, 
s. Friedrich Wilhelm-Viktoria-Stiftung der Kaufmannschaft. 
Auerbachsche Waisen-Erziehungö-Anstalt für jüdische Knaben. 
Dieses Institut ist am 30. April 1832 von Baruch Auerbach (+ 22. 
àuar 1864) zu Berlin gestiftet worden, steht unter Aufsicht des 
Kontgl Schul-Kollcgiums und genießt die Rechte einer tnoralischen Pcr- 
son. Der Zweck desselben istWaisenkinder männlichen Geschlechts, 
zunächst aus der jüdischen Gemeinde des Orts unentgeltlich zu ver- 
pstegen, zu crzrehen, allen ihren leiblichen und geistigen Bedürfnissen 
abzuhelfen, die verlorenen Eltern ihnen zu ersetzen, oder den Verlust 
McWcn #cn so *^9 M nw^n. Dieses^' 
senhaus Jetzt Oranicnburgerstr. Nr. 38.), von dem Stifter ohne alle 
Geldmittel und nur im Vertrauen auf Gott gegründet und mit 4 War- 
senknaben eröffnet, zählt jetzt 30 Waisenknaben. Die Ausgabe vom 
1. April 1863—1864 betrug 5968 Thlr., der Kapitalbcftand 84,600 
Thlr. in Staatspapiercn und baar, außerdem waren 4296 Thlr. als
	        
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