Full text: Preußisches Landbuch

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Köhler. 
Seidenwirkermeister zu Berlin (+ 1815) hinterließ lctztwillig ein Ka 
pital von 12.200 Thlr.. ans dessen Zinsen dortige arme alte Bürger 
und deren Wittwen monatlich je 2 Thlr. Armengeld erhallen sollen. 
Das Legat wird bei der städtischen Haupt-Stiftungskasse verwaltet und 
das Kapital war 1845 (Lisco S. 82.) auf 13,300 Thlr. angewachsen. 
Köhlersches Legat, 
Kapital 200 Thlr. Die Zinsen werden an arme Leute der -Ltadt 
Krossen vertheilt. 
v. K ö l l e r sche Armen-Ştiftung. 
Dompropst Bogislav Hcnnig v. Koller (+ 1737) vermachte den armen 
und abgelebten Unterthanen, auch Waisen, wenn dergleichen vorhanden, 
in den Cantrecker Gütern (Cammin) ein jährliches Legat von 24 Schef 
fel Roggen, welche von den einkommenden Mühlenpächten durch den 
Gutsherrn mit Zuziehung des Predigers unter die Nothdürftigsten jähr 
lich vertheilt werden sollen. 
Köllersche Armen-Stiftung. 
Die Eheleute Köller zu Ostcreiden (+ 1843) setzten dem Armen-Fonds 
des Kirchspiels Hoinkhausen (Lippstadt) 1300 Thlr. zur Unterstützung 
armer Schulkinder, namentlich zur Anschaffung von Büchern, Kleidern 
und anderen Schulbedürfnissen aus. Die Stiftung wird als ..Köller 
sche Armen-Stiftung" von dem Armen-Borstande unter Aufsicht der 
Regierung zu Arnsberg verwaltet. 
KöllnischeS Real-Gymnasium zu Berlin. 
In alter Zeit Petrinisches Gymnasium, seit 1820 städtische Gelehrtcn- 
und höhere Bürger-Schule. Kommunitätskaffe, deren zum Theil aus 
älterer Zeit herstammende Einkünfte (260 Thlr.) zu Speiscgcldern und 
zu Unterstützungen für ärmere Schüler verwendet werden (Wiese S. 105). 
Zwanzig Schüler werden aus dem Berliner Kirchen-Chor, 1840 nach 
Aufhebung des Straßcn-Chors gebildet, unterstützt. Es gibt 5 vom 
Königl. Finanz-Ministerium zu besetzende und 10 pCt. städtische Frei 
stellen. Ein von König Friedrich Wilhelm III. herrührender Geschenk- 
Fonds von 6800 Thlr. wird zu Bedürfnissen des Gymnasiums, na 
mentlich des Lehr-Apparats, verwendet. Bgl. Goldschmidt-Vetterscher 
Fonds, Reichardt, Schulze, Schmidt rc. — Wittwcnkasse seit 1702 be 
stehend, réorganisât 1829. Mitglieder sind der Direktor und die 
ordentlichen Lehrer der Anstalt. Antrittsgeld 10 Thlr., jährlicher Bei 
trag 2 Thlr. Die Kasse gewährt 100 Thlr. Begräbnißgcld, den Witt 
wen eine Pension von 350 Thlr., den elternlosen Waisen die ganze 
Wittwcn-Pension bis zum 20sten Lebensjahre. Das Vermögen betrug 
im Jahre 1850 52,800 Thlr. 
Kölner Gefängniß-Derein. 
Ein Privat-Berein zur sittlichen und bürgerlichen Besserung entlassener 
Gefangenen. Er erhält seine Mittel durch Beiträge der Mitglieder 
und beaufsichtigte im Jahr 1861 313 Personen.
	        
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