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KösterscheS Bermächtmß.
Die Zinsen sind zu Prämien für weibliche Dienstboten aus der Stadt
Minden bestimmt, welche wenigstens 7 Jahre bei einer und derselben
Herrschaft gedient haben. Kapital 1250 Thlr.
Heinrich Köster,
Bürgn und Kaufmann ZN Olpe, erbaut- theil« an« eigenen Mitteln,
the,l« an« inilperi B-,trägen ein Hau« auf ihm eigenthümlich gehörigen
Grundstücken und schenkte d-ffelde nebst Ha,raum und andern d°;n q-.
hangen GntNdstücken der M). St, Martins-Pfarrkirche daselbst zur
Errichtung einer Kranken-Anstalt (1856).
Magdalene Kohl,
Wittwe zu Berlin, stiftete im 17. Jahrhundert ein Stipendium für
Studirende zunächst aus ihrer Verwandschaft. Dasielbe beträgt zur Zeit
76 Thlr. und wird durch den Magistrat verliehen.
Kohlsche Stiftungen ;u Trachenberg.
Von der Wittwe des Kaufmanns Kohl, geb. Kröber (f 1858) be
gründet 1) für arme ev. Kinder des Orts, welche kein Schulgeld ent-
richten können, zum Ankauf von Büchern mit 500 Thlr., deren Zin
sen alljährlich zu verwenden sind; 2) zur Unterstützung hülfsbedürftiger
Professionisten der Stadt, ohne Unterschied der Konfession mit gleich
falls 500 Thlr. Die Verwaltung beider Stiftungen ist der städtischen
Behörde übertragen. Noch vermachte die Wittwe Kohl der ev. Kirche
des Orts 500 Thlr.
Kolziger Landschulen Stiftung.
Ein Theil der großen „Graf S ch lab rend orffschen Schul - Stiftung"
(s. d.) umfaßt sie die im Grünberger Kreise, Regierungsbezirk 2ieqnitz,
be egeuen Ortschaften: Kolzig, Grünwald, Schlabrendorf, Kolziger
Glashütte, ^lpke, Otterstädt, Jeschana, Neuvorwerk und Karschvorwerk.
Die Stiftung trat mit ihren Mitteln insofern zunächst ein, als sie von
^ stern 1341 ab das seither von den Familienvätern entrichtete Schul
geld auf thre Fonds übernahm. Gleichzeitig wurde der Umbau der
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