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Konvent zu Weißensee,
ein städtisches Hospital für 14 alte hülfsbedürftige achtbare Leute. Sie
zahlen 14 Thlr. Einkaufsgeld und erhalten freie Wohnung, ärztliche
Behandlung und jährlich 9 Thlr. an baarem Gelde. Kapital 1000
Thaler. Die Regierungs-Hauptkasfe in Erfurt zahlt jährlich 1361 Thlr.
Zuschuß.
Konvente zu Köln,
auf alten Stiftungen beruhende Institute zur Unterbringung bejahrter
Wittwen und Jungfrauen, welche freie Wohnung und Armen-Unter"-
stützung erhalten. Es gab im Jahre 1861 13 solcher Anstalten. Sie
stehen unter der städtischen Verwaltung; es waren darin, sowie in
Miethswohnungen 158 Personen untergebracht; 107 andere Konven-
tualinnen bezogen eine Mieths-Entschädigung in Geld.
Koppe sches Hospital zu Berlin.
Eine Stiftung des Rathsherrn Koppe (1705) zur Aufnahme alter
Frauen. Das Vermögen der Anstalt belief sich 1860 auf 8670 Thlr.;
seit 1849 ist sie mit dem Fricdrich-Wilhelms-Hospital (s. d. A.) ver
einigt.
Koppe Stiftung.
Dieselbe ist zum Andenken des 1863 t Landes-Oekonomie-Raths Dr.
Koppe von den Verehrern desselben projektirt und soll die Unterstützung
verdienter landwirthschaftlicher Beamten und deren Wittwen und Wai
sen bezwecken. Im Jahre 1864 belief sich der von dem „Schlesischen
Verein zur Unterstützung landwirthschaftlicher Beamten" (s. d.) verwal
tete Bestand der Einlagen auf 5500 Thlr. und an jährlichen Beiträgen
waren 140 Thlr. gezeichnet; über die Zwecke der Stiftung war ein
definitiver Beschluß noch nicht gefaßt.
Kornsche Bersorgungs-Anstalt zu Saarbritckcn.
für altersschwache und arbeitsunfähige, in der Stadt Saarbrücken wohn
hafte Personen beiderlei Geschlechts, ohne Unterschied der Konstsston
und ohne irgend eine Bevorzugung. Sie ist von dem Rentner George
Philipp Korn (t 1856) 1850 mit einem der evangelisch umrten Pfarr-
qcmeinde daselbst geschenkten Grundstücke im Werthe von 6000 Thlr.
begründet und 1856 von ihm mit einem Legat von 6000 Thlr. bedacht.
Seine Wittwe hinterließ dem Institut gleichfalls 4000 Thlr. Vgl.
Francn-Vereitt zu Saarbrücken und St. Johann rc.
Kornfailsche Stiftung,
bei der Universität Halle-Wittenberg. Gräfin v. K ornfail-Wein-
fcld geb. Gräfin v. Zinzendorff vermachte 1000 Thlr. zu einem
Stipendium für einen bedürftigen Studircnden der Medicin. Dasselbe
wird auf drei, auch auf vier Jahre verliehen. Das Kapital hat sich
im Laufe der Zeit vermehrt (Koch 1. S. 447).
Kornhändler-Gesellen-Arnienkafse zu Danzig,
ein 1720 von den Kornhändler-Gesellen gestifteter Verein, welcher die