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Laurent,
französischer Geistlicher zu Haltern (Kösfeld) (f 1835) bestimmte, daß
sein Nachlaß im Betrage von 2000 Thlr. nach dem Tode der von ihm
eingesetzten Nutznießerin den dortigen Armen, welche keine Bürger
sind, anheimfallen solle.
Lazareth zu Danzig,
eine durch länger als vier Jahrhunderte bestehende Stiftung und eine
der bedeutendsten Kranken-Anstalten, welche von 4 Bürger-Vorstehern
unter Aufsicht des Magistrats verwaltet wird und durchschnittlich 400
Kranke zählt. Im Jahre 1822 wurden dem Institut ş des Vermögens
des aufgehobenen Konvents der barmherzigen Brüder in Alt-Schottland
im Betrage von etwa 22,000 Thlr. überwiesen. Mit Hülfe dieses
Fonds und anderer Mittel ist die Anstalt seit 1827 vielfach erweitert
und neu organisirt worden; dieselbe bedarf aus Kämmerei-Mitteln
noch eines jährlichen Zuschusses von mehr als 10,000 Thlr. Das
Haus besitzt an Ländereien und Kapitalien ein Vermögen von mehr als
170,000 Thlr. Zu den zahlreichen Vermächtnissen neuerer Zeit gehören
ein Legat des Kaufmanns Paul Gottfried Lehmann (1850) von
2000 Thlr.; ein Legat des Bataillons-Arztes Gotthilf Eduard Witt
(1857) von 2700 Thlr., deren Zinsen zur Extra-Verpflegung der
Kranken, und zwar vorzugsweise der Brustkranken und Gelähmten im .
Lazareth verwendet werden sollen; ein Legat des Ober-Bürgermeisters
v. Weickhmann (1858) behufs Einführung von Diakonissen rc.
S. Flachshaar, Marien-Krankenhaus, Stiftung für den Reaicrnnasbezirk
Danzig rc.
Fürstliches Lazareth zu Pleß.
Es nimmt fürstliche Unterbeamte, Diener und Dienstleute auf, die auf
freie Kur und Arznei Anspruch haben, und wird ausschließlich von
dem fürstlichen Dominium unterhalten. S. Fürstliches Hospital.
Lazareth zu Stralsund.
Ein altes städtisches Institut. S. Colbergsche Stiftungen.
Lazarus-Stiftung zu Bielwiese (Steinau).
Eine selbstständige mit dem Majorat Bielwiese verbundene Stiftung,
von dem Majoratsherrn Hans Ernst v. Frankenb erg-Lud wigsdors
begründet. Sie bezweckt 1) die jährliche Unterstützung von sechs
armen adeligen Fräuleui oder Wittwen; 2) die Unterstützung bedürftiger
Unterthanen und Gesinde; 3) die Gewährung von Gratifikationen
für Ortsgerichte, Geistliche und die Stiftung statutenmäßig ausführende *
Richter. Die Stiftung hat keinen bestimmten Fonds, der Majoratsherr
hat aber jährlich 315 Thlr. zur Erfüllung der Stiftzwecke zu zahlen.
Frau Lecken y,
geb. Anger, Wittwe zu Magdeburg, begründete zu Ende des vorigen
Jahrhunderts mit einem Kapital von 10,000 Thlr. eine Stiftung, von
deren Revenüen die Wittwen und vaterlosen Töchter von Mitgliedern ^
und Sekretarien der Regierung und des Appellationsgerichts, von Rechts-