Full text: Preußisches Landbuch

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besten Zinsen zur Beschaffung von Unterrichtsmitteln für arme Kinder 
verwendet werden. 
Leichenhäuser zu Berlin. 
Das erste begründete Stadtrath Hollmann (1838); die Einrichtung 
destelben Kam. Zeit. 1842. S. 206. Zur Zeit giebt es auf deu ver 
schiedenen Kirchhöfen 14 Lcichenhäuser, in denen 1862 670 Leichen 
eingestellt wurden. Bgl. Kam. Zeit. 1838. S. 1167. 
Leichtentrittsches Legat. 
Kaufmann Abraham Simon Leichtentritt zu Miloslaw (f 1856) 
legirte ein Kapital von 2000 Thlr., dessen Zinsen — mit Ausschluß eines 
geringen Betrages für gottesdienstliche Handlungen — alljährlich zum 
Ankauf von Holz für arme jüdische Familien und allzweijährlich zur 
Ausstattung armer jüdischer Mädchen verwendet werden. 
Leih Anstalt zu Magdeburg. 
Ein städtisches Institut, das Darlehne gegen Pfand und 12} pCt. Zin 
sen giebt, seine Fonds aus der Sparkasse erhält und die Ueberschüste 
zur Armenkasse abliefert. Die Zahl der versetzten Pfänder beträgt jähr 
lich 70 — 80,000, die Darlchne 128,000, die eingenommenen Zinsen 
8900, die Verwaltungskosten 5700, die Ueberschüste 1290 Thlr. 
Leihanstalt zu Neuß. 
Ein seit 1828 in Verbindung mit der Sparkaste bestehendes städtisches 
Institut, das seine Wirksamkeit auf den ganzen Kreis ausdehnt und 
dem Privat-Wucher entgegentritt. Die Vorschüste auf eingelegte Pfän 
der beliefen sich Ende 1861 aus 18,000 Thlr. 
Leihhaus zu Trier. 
Ein für den ganzen Regierungsbezirk bestimmtes Institut, besten Rein- 
Ertrag deu Hospitien gehört. Die nöthigen Fonds werden zunächst aus 
den Beständen der Sparkasse genommen. 
Mora Salomon Leipziger, 
Kaufmann zu Breslau, (f 1842) setzte 10,000 Thlr. und nach dem 
Ableben seiner Wittwe anderwcite 10,000 Thlr. zur Gründung einer 
Anstalt aus, welche unter dem Namen eines Ileth-ha-Midrasch der 
Ausbildung tüchtiger Rabbiner und der Förderung talmudistischer Stu 
dien gewidmet sein soll. 
Minna Leipziger, 
geb. Friedländer, (ş 1861) in Breslau ordnete letztwillig an, daß 
der nach Abzug der Legate verbleibende Nachlaß vom Stadtgerichte in 
Breslau verwaltet und von den Zinsen alljährlich an ihrem Sterbetage 
ein religiös und.sittlich erzogenes Mädchen aus ihrer Familie ausge 
stattet werde. Die Nähe des Verwandtschaftsgrades ist maßgebend. 
Leitnerschk« Legat. 
Frau Leitn er, geb. Poppe, Wittwe eines Polizei-Kommissarius zu 
Berlin (t 1818) hinterließ 12,000 Thlr., von deren Zinsen dortige
	        
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