Full text : Preußisches Landbuch

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Dorothea  Friederike  Liesengang,
geb.  Ieri  chow  (+  1859  in  Brandenburg),  Wittwe  eines  Kaufmanns,
hinterließ  der  dortigen  St.  Katharinen-Kirche  500  Thlr.  mit  der  Maßgabe, ­
  daß  die  Verwaltung  dieses  Legats  dem  Kirchen-Vorstande  übertragen ­
  und  die  Zinsen  desselben  für  ewige  Zeiten  unter  der  Benennung: ­
  „Bermächtttiß  der  verw.  Kaufmann  Liesengang"  den  beiden
Diakonen  an  St.  Katharinen  zu  gleichen  Theilen  zufallen  sollen.
Isaak  Nathanael  Christian  Liman,
Banquier  zu  Berlin,  übereignete  (1814)  geschenkweise  1000  Thlr.  zum
Andenken  an  seine  beiden  im  Freiheitskampfe  gebliebenen  Söhne  den
invalide  gewordenen  Freiwilligen  und  Landwehr-Männern  dergestalt,
daß  die  Zinsen  jährlich  an  den  städtischen  Unterstützungs-Fonds  für
dieselben  fließen  sollten.  Sind  dereinst  solche  Invaliden  gar  nicht  mehr
vorhanden,  so  fällt  das  Kapital  zur  Hälfte  an  das  Friedrichs-  und  zur
andern  Hälfte  an  das  Louisenstift.  Der  Fonds  wird  beim  Magistrat
verwaltet,  und  es  werden  die  Zinsen  an  dürftige,  würdige,  von  der
Kommune  unterstützte  ehemalige  freiwillige  Jäger  und  Landwehr-Männer
am  19.  Januar  und  28.  September,  den  Sterbetagen  der  Söhne  des
Liman  vertheilt.  Im  Jahre  1863  wurden  10  Raten  à  5  Thlr.
verabreicht.
Li  nd  esches  Legat.
Ein  Bermächtttiß,  dessen  Zinsen  der  ältesten  armen  braven  Wittwe  zu
Stolberg  am  Harz  als  Erleichterung  ihrer  letzten  Lebenstage  zufließen.
Das  Kapital  von  500  Thlr.  steht  unter  Verwaltung  des  Kreisgerichts
in  Sangerhausen.
Anna  Rechne  Lindemann,
Wittwe  (+  zu  Frankfurt  a.  O.  1858)  legirtc  ein  Kapital  von  400
Thlr.  zum  Besten  armer  Bürger  und  Bürgerinnen  der  dortigen  Damm-Vorstadt.


Erdmuthe  Ltndemann,
Ehefrau  des  Gerichts-Sekretairs  Kaspar  Miser,  stiftete  1622  e
Stipendium  für  arme  Studirende,  zunächst  aus  der  Verwandtscha
Dasselbe  w,rd  mit  21  Thlr.  jährlich  von  dem  Magistrat  zu  Berl
unter  Zuziehung  des  Familien-Aeltesten  vergeben.
.  ,  „ 4ff  diarie  Louise  Lindner,  geb.  Moritz,
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Ļindig,
Berggerichts-Rath  a.  D.  vermachte  der  Kirche  zu  Groß-Kamsdorf  250
Thlr.  :  dle  Zinsen  davon  sollen  alljährlich  zur  Bekleidung  und  Unterstützung ­
  voli  Konfirmanden  aus  der  Parochie  Groß-  und'  Klein-Kamsdorf ­
  und  Goßwitz  verwendet  werden.
            
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