Full text : Preußisches Landbuch

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Lutze  sches  Bermächtuiß.
Bon  dem  Rentier  Lutze  (t  1854)  herrührend.  Er  vermachte  der
Armen-  (Frei-)  Schule  zu  Kottbus  1500  Thlr.  mit  der  Bestimmung,
daß  die  Zinsen  alljährlich  zur  Bekleidung  von  sechs  Mädchen  und  sechs
Knaben  bei  deren  Konfirmation  verwendet  werden  sollten.
Lyceum  Hosianum  zu  BrauuSberg.
Eine  von  dem  Bischöfe  von  Ermland,  Kardinal  Stanislaus  Hosius
1564  begründete,  höhere  Bildnngsaustalt  für  die  katholischen  Geistlichen
des  Ermlandes  (s.  Gymnasium).  Unter  Preußischer  Herrschaft  wieder
hergestellt  und  aus  den  Fonds  des  aufgehobenen  Klosters  Neuzelle
botivi,  besteht  die  (Königliche)  Anstalt  seit  1818  aus  einer  philosophischen
und  theologischen  Fakultät  für  angehende  katholische  Geistlichen,  mit  etwa
50  Studircnden  jährlich.  Scheill-Bussesche  Stiftung,  1835  zum
Andenken  an  die  Pros.  Sch  e  ill  und  Busse  ans  freiwilligen  Beiträgen ­
  begründet.  Kapital  560  Thlr.,  deren  Zinsen  demjenigen  Studirenden
  der  Anstalt  gezahlt  werden  sollen,  welcher  die  beste  Bearbeitung
der  jährlich  gestellten  Preis-Aufgaben  liefert.
Gräflich  Lynarscheö  Stipendium  zu  Spandau.
Gestiftet  vom  Grafen  Rochus  zu  Lynar  1596.  Der  Fonds  beträgt
1250  Thlr.  und  das  Stipendium  50  Thlr.  Es  wird  an  studirende
Spandauer  Bürger-Söhne,  event,  an  tüchtige  Fremde  auf  3  Jahre
verliehen,  wenn  sie  die  entsprechenden  Zeugnisse  beibringen.  Kollator
ist  der  Magistrat.

Mädchen-Verein  zu  Minden.
Er  bezweckt  die  Ausbildung  armer  bereits  kousirmirter  Mädchen  zu
guten  Dienstboten  und  hat  etwa  20  Zöglinge.  Kapital  -  Vermögen
1100  Thlr.
Mägde-Herderge  zu  Köln.
Eine  Privat-Anstalt  zur  Aufnahme  dieustloser  Mädchen,  welche  durch
milde  Beiträge  und  durch  die  Verwendung  der  Zinsen  des  Vermögens
der  Vorsteherin  besteht.  Die  Anstalt  nimmt  etwa  12  dienstlose  Mädchen ­
  so  lange  auf,  bis  sie  einen  Dienst  finden;  sie  zahlen  täglich  3  Sgr.
Kostgeld;  fast  die  Hälfte  von  ihnen  wird  unentgeltlich  aufgenommen.
Männer-Asyl  zu  Liutorf  (Düsseldorf),
für  verkommene  und  entlassene  Strafgefangene  bestimmt.  Ein  Filial-Jnstitnt
  der  Rheiuisch-Westphälischcn  Pastoral-Gchülfen-  oder  ev.  Diakonen-Anstalt
  zu  Duisburg  mit  eigener  Verwaltung  und  Kasscnführung.
Vermächtniß  (1861)  des  Fabrik-Arbeiters  Fr.  Will).  Ass  mann  zu
Lüdenscheid  von  100  Thlr.,  der  Wittwe  Buch  holz  geb.  Hardt  zu
Duisburg  (1863)  von  500  Thlr.  rc.  Zum  Theil  unterstützt  aus
dem  Polizei-Strafgelder-Fonds  (s.  d.);  die  Anstalt  nimmt  etwa  16
Männer  auf.
            
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