Full text : Preußisches Landbuch

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dergestalt  vertheilt,  daß  20  Stadt-Arme  je  15s  Sgr.  und  3  Geistliche ­
  je  4  Scheffel  14  Metzen  Roggen  erhalten.
v.  Möllendorf  fsches  Stipendium  zu  Perleberg.
Eine  alte  Stiftung.  Das  in  Naturalien  begründete  Stipendium  wird
an  Studirende  der  Familie  v.  Möllendorff  auf  unbestimmte  Zeit
von  dem  Besitzer  des  v.  Möllendorffschen  Majorats  vergeben.
Albert  Möllenhoff.
pensionirter  Land-  und  Stadtgerichts-Sekretair  zu  Hamm  (+  1855),
vermachte  dem  Armen-Fonds  zu  Unna  ein  Kapital  von  600  Thlr.',
um  mit  Hülfe  deffelben  eine  Diakonisien-Anstalt  „zur  guten  Pflege
armer  Kranken"  zu  gründen,  oder,  wenn  dies  nicht  geschehen  könne,
die  Zinsen  des  Kapitals  unter  die  Hülfsbedürftigrn  zu  vertheilen.
T.  H.  Möller.
Wittwe  zu  Kupferhammer  bei  Bielefeld  hinterließ  1864  den  Gemeinden  des
Amts  Brackwed'e  1000  Thlr.,  aus  deren  Zinsen  arine  und  verschämte
hülfsbedürftige  Wittwen  alljährlich  um  Michaelis  unterstützt  werden
sollen.
Mogksches  Legat  zu  Saugerhauseu,
für  Kirchen-,  Schul-  und  Armen-Unterstützungen;  Kapital  17,000  Thlr.
Joh.  George  Mohr.
Rentner  (+  1848),  vermachte  der  Gemeinde  Klein-Blittersdorf  (Saarbrücken) ­
  3100  Thlr.  und  bestimmte,  daß  die  Revenüen  davon  zum  Bortheile ­
  der  Wittwen  und  Waisen  und  zur  Erzichmlg  unbemittelter  Kinder ­
  verwendet  werden  sollen.  Seine  Wittwe  geb.  Pasqua  (+  1853)
şitzîe  die  Gemeinde  zum  Universal-Erben  ihres'  Nachlasses  (etwa  2500
jtt)íy.)  ein,  dessen  Erträge  zur  Unterstützung  armer  Wittwen  und
Waisen  verwendet  werden  sollen.

Molinari,
Gutsbesitzer  und  Stadtrath  (t  1831)  vermachte  den  Stiftungs-Fonds
zu  Köln  4000  Thlr.  zu  dem  Zwecke,  um  die  Zinsen  davon  zu  Gunsten ­
  eines  der  Unterstützung  bedürftigen  Individuums  aus  seiner  Berwandtschaft,
  oder  in  dessen  Ermangelung  zu  Gunsten  eines  andern  be-.
  ŗş  îg.ku  hoffnungsvollen  Jünglings  zur  Erlernung  eines  Handwerks,
er f  î"schaften  "ud  Künste  oder  zur  Vervollkommnung  destelben
auf  Reifen  zu  verwenden.

Margarethe  Moll,
zu  Bonn,  hinterließ  (1804)  der  Stadt  Bonn  300  Thlr.,  deren  Zinsen
Bekleidung  armer  Konsirnianden  verwendet  werden  sollen.  In
Verbindung  mit  ihrem  Bruder  Johann  Moll  lcgirte  sie  zu  demselben
Zweck  noch  der  Armen  -  Verwaltung  zu  Oedekoven  600  Thlr.,  der
Armen  -  Verwaltung  der  Bürgermeisterei  Hersel  100  Thlr.  und  der
Stadt  Bonn  200  Thlr.
            
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