482
Aron Hirsch Mosner,
Rentier, schenkte (1852) ppr. 2000 Thlr. dem Armen-Verbände der
Stadt Friedeberg i. d. Neum. mit der Bestimmung, daß die Zinsen
zur Unterstützung hülssbedürftiger Personen, sowie zur Erhaltung sol
cher Wohlthätigkeits - Anstalten, welche nur durch freiwillige Beiträge
bestehen, verwendet werden sollen.
Mott esche Stiftung zu Saarlouis,
von dem Justizrath Motte (t 1860) begründet. Er vermachte den
armen Handwerkern der Stadt Saarlouis ein Kapital von 15,000 Thlr.
zu dem Zwecke, damit ihre Kinder von den Zinsen Handwerke erlernen
könnten. Die Verwaltung der Stiftung wird durch ein Kuratorium
geführt, an dessen Spitze der Landrath steht.
Moviussches Armenhaus,
eine alte Hospital-Stiftung der Stadt Stargardt in Pommern, von
dem Bürgermeister Joachim Kaspar Movius herrührend.
Mozart-Stiftung,
im Jahre 1838 bei Gelegenheit eines Sänger-Festes zu Frankfurt a. M.
begründet, kommt sie auch preußischen Staats-Angehörigen zu gute.
Sie bezweckt die Unterstützung musikalischer Talente bei ihrer Ausbil
dung in der Kompositionslehre durch Verleihung von Stipendien.
Jünglinge aus allen Ländern, in denen die deutsche Sprache die Sprache
des Volkes ist, können diese Unterstützung in Anspruch nehmen, wenn
sie unbescholtenen Rufes sind und besondere musikalische Befähigung
besitzen. Genügen Zeugnisse und Erkundigungen, so wird der Bewer
ber vom Ausschüsse aufgefordert, seine musikalische Befähigung durch
die That nachzuweisen. Dem Bewerber wird die Komposition eines
vom Ausschuß bestimmten Liedes und eines Jnstrumcntalsatzes über
tragen. Der Stipendiat wird nach Wahl des Ausschusses, wobei je
doch der Wunsch des Schülers inöglichst berücksichtigt werden soll, einem
Meister in die Kompositionslehre zunl Unterricht übergeben. Der Tag
der Anmeldung ist der 1. Oktober.
Mtihling sche Stiftung,
In Veranlassung der Rettung des Königs Wilhelm 1. bei dem Atten
tat in Baden von dem Besitzer des Hôtel de Rome in Berlin, Adolf
Müh ling 1862 mit einem Kapital von vorläufig 500 Thlr. gegrün
det und von dem Kuratorium des Nationaldanks verwaltet. Die
Zinsen werden zum Besten schulpflichtiger Kinder von bedürftigen Un
teroffizieren der Armee verwendet. Im Jahre 1865 wurden 80 Thlr.
verausgabt.
Karl Mllhrerfcher lliiterstützuugs-Foudö zu Greifswald.
Er beträgt etwa 2100 Thlr. und ist von dem 1850 in Greifswald f
Kaufmann Karl Mührer in der Art begründet, daß zu dem Genusse
der Zinsen drei Personen (zunächst ans seiner Verwandtschaft) gelangen
sollen, welche in Noth und Dürftigkeit gerathen sind. Die Verwaltung
der Stiftung steht einem vorn Magistrat zu wählenden Kurator zu.