Full text : Preußisches Landbuch

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Aron  Hirsch  Mosner,
Rentier,  schenkte  (1852)  ppr.  2000  Thlr.  dem  Armen-Verbände  der
Stadt  Friedeberg  i.  d.  Neum.  mit  der  Bestimmung,  daß  die  Zinsen
zur  Unterstützung  hülssbedürftiger  Personen,  sowie  zur  Erhaltung  solcher ­
  Wohlthätigkeits  -  Anstalten,  welche  nur  durch  freiwillige  Beiträge
bestehen,  verwendet  werden  sollen.
Mott  esche  Stiftung  zu  Saarlouis,
von  dem  Justizrath  Motte  (t  1860)  begründet.  Er  vermachte  den
armen  Handwerkern  der  Stadt  Saarlouis  ein  Kapital  von  15,000  Thlr.
zu  dem  Zwecke,  damit  ihre  Kinder  von  den  Zinsen  Handwerke  erlernen
könnten.  Die  Verwaltung  der  Stiftung  wird  durch  ein  Kuratorium
geführt,  an  dessen  Spitze  der  Landrath  steht.
Moviussches  Armenhaus,
eine  alte  Hospital-Stiftung  der  Stadt  Stargardt  in  Pommern,  von
dem  Bürgermeister  Joachim  Kaspar  Movius  herrührend.
Mozart-Stiftung,
im  Jahre  1838  bei  Gelegenheit  eines  Sänger-Festes  zu  Frankfurt  a.  M.
begründet,  kommt  sie  auch  preußischen  Staats-Angehörigen  zu  gute.
Sie  bezweckt  die  Unterstützung  musikalischer  Talente  bei  ihrer  Ausbil
dung  in  der  Kompositionslehre  durch  Verleihung  von  Stipendien.
Jünglinge  aus  allen  Ländern,  in  denen  die  deutsche  Sprache  die  Sprache
des  Volkes  ist,  können  diese  Unterstützung  in  Anspruch  nehmen,  wenn
sie  unbescholtenen  Rufes  sind  und  besondere  musikalische  Befähigung
besitzen.  Genügen  Zeugnisse  und  Erkundigungen,  so  wird  der  Bewerber ­
  vom  Ausschüsse  aufgefordert,  seine  musikalische  Befähigung  durch
die  That  nachzuweisen.  Dem  Bewerber  wird  die  Komposition  eines
vom  Ausschuß  bestimmten  Liedes  und  eines  Jnstrumcntalsatzes  übertragen. ­
  Der  Stipendiat  wird  nach  Wahl  des  Ausschusses,  wobei  jedoch ­
  der  Wunsch  des  Schülers  inöglichst  berücksichtigt  werden  soll,  einem
Meister  in  die  Kompositionslehre  zunl  Unterricht  übergeben.  Der  Tag
der  Anmeldung  ist  der  1.  Oktober.
Mtihling  sche  Stiftung,
In  Veranlassung  der  Rettung  des  Königs  Wilhelm  1.  bei  dem  Attentat ­
  in  Baden  von  dem  Besitzer  des  Hôtel  de  Rome  in  Berlin,  Adolf
Müh  ling  1862  mit  einem  Kapital  von  vorläufig  500  Thlr.  gegründet ­
  und  von  dem  Kuratorium  des  Nationaldanks  verwaltet.  Die
Zinsen  werden  zum  Besten  schulpflichtiger  Kinder  von  bedürftigen  Unteroffizieren ­
  der  Armee  verwendet.  Im  Jahre  1865  wurden  80  Thlr.
verausgabt.
Karl  Mllhrerfcher  lliiterstützuugs-Foudö  zu  Greifswald.
Er  beträgt  etwa  2100  Thlr.  und  ist  von  dem  1850  in  Greifswald  f
Kaufmann  Karl  Mührer  in  der  Art  begründet,  daß  zu  dem  Genusse
der  Zinsen  drei  Personen  (zunächst  ans  seiner  Verwandtschaft)  gelangen
sollen,  welche  in  Noth  und  Dürftigkeit  gerathen  sind.  Die  Verwaltung
der  Stiftung  steht  einem  vorn  Magistrat  zu  wählenden  Kurator  zu.
            
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