Full text: Preußisches Landbuch

Jahr 1864 115 Mitglieder und 70 Ehren-Mitglieder. Gesammt-Ein- 
nahme 286 Thlr. Es wurden gezahlt 80 Thlr. laufende Unter 
stützungen an 8 arbeitsunfähige Mitglieder; 28 Thlr. außerordentliche 
Unterstützungen an 20 Mitglieder, 30 Thlr. Krankengeld an 10 Mit 
glieder, 68 Thlr. für Medicin, 10 Thlr. zu Ausstattungen, 32 Thlr. 
dem Vereins-Arzte. Personen über 45 Jahre werden in den Verein 
nicht aufgenommen. Vorsteherin Fräulein Faber. — Vcrmächtniß des 
Referendarius Schröter von 300 Thlr. 
Näh-Schule zu Langenhorst, 
1845 mit Hülfe eines Vermächtnisses der Stiftsdame Gräfin Mariane 
v. Merveldt begründet. Sie überwies zu dem Zweck 300 Thlr. 
und zwei Häuser in gleichem Werthe. 
Näh- und Strick-Schule zu Greiffenberg i. Schl. 
In ihr wird armen Schulmädchen Unterricht im Nähen, Stricken und 
Häkeln ertheilt. Die Lehrerinnen erhalten ihre Besoldung theils vom 
Frauen-Verein, theils von der ^rcntzelschen Stiftung; Nadeln er 
folgen aus der Weiseschen Stiftung und die Baumwolle giebt eine 
Wohlthäterin. 
NasferscheS Legat, 
bei der Prediger-Kirche zu Erfurt; es werden jährlich 401 Thlr. für 
die geistlichen Wittwen der Kirche verwendet. 
Gräflich v. Nassau sche Stiftung zu Neuland. 
Die vcrw. Frau Gräfin v. Nassau geb. Gräfin d'Oultremont be 
gründete diese Anstalt zur Pflege von Armen und Kranken, sowie zur 
Erziehung armer Waisen durch barmherzige Schwestern. Sie räumte 
dazu Gebäude ein, wies 6 Morgen Landes an und dotirte die Anstalt 
mit 10,000 Thlr. In derselben find als Pflegerinnen 3 graue Schwe 
stern aus dem Herzogthum Nasiau und ein Geistlicher thätig. Es be 
fanden 1862 sich in der Anstalt 8 weibliche und 6 männliche Perso 
nen, darunter 4 Waisen und Halbwaisen. 
Nässe-Stiftung. 
Eine in Bonn bestehende Stiftung für Wittwen und Waisen von Aerz 
ten ; die Nutznießung der Stiftung steht vorzugsweise den Familien- 
gliedern solcher Aerzte zu, die der Stiftung beigetreten sind und als 
MttgNedcr derselben 1 Thlr. jährlich gezahlt haben. Die Verwaltung 
wird durch ern Kuratorium geführt. 
Moritz Nat hors s, 
Banquier zu Frankfurt a. O. (f 1858) hinterließ der Şynagogen- 
Gemclnde daselbst 1033 Thlr. Nach der Bestimmung seines Sohnes 
Theodor Nathorff sollen ņ) die Zinsen von 500 Thlr. am Sterbe 
tage des Erblasiers zur Uebung religiöser Handlungen verausgabt; b) die 
Zinsen von dem Ueberrest an die im Hospital der Synagogen-Ge 
meinde als Hospitaliten aufgenommenen Personen vertheilt werden.
	        
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