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mung, daß die Zinsen davon zum Nutzen der Waisen verwendet wer
den sollten; c) der Funk scheu Stiftung für die Dvmschule 4000 Thlr.
Fr. Wilh. Becker,
Partikulier zu Schweidnitz (f 30. September 1861) setzte in seinem
Testamente 5OOO Thlr. ans, deren Zinsen den Bürgcr-Hospitaliten des
Orts zu Gute kommen, und 1000 Thlr., von deren jährlichen Zinsen
je 4 dortige 'bedürftige Gymnasiasten unterstützt werden sollen.
Hans Jakob Becker,
Schultheiß aus Bleichcrode, begründete im Jahre 1731 einen Stipen-
dlen-Fonds für Studirende der Theologie, Medicin und Rechtswissen
schaft aus Nordhausen. Das Stiftungs-Vermögen besteht in Feld-
Grundstücken, welche zur Zeit für 854 Thlr. verpachtet sind und in
6300 Thlr. Kapital. In den Jahren 18“" erhielten 10 Studirende
Stipendien 6 à 100, 4 à 50 Thlr. Die Verwaltung des Fonds
steht dem Magistrat in Nordhausen zu.
L. A. Becker,
Rentier zu Königsberg (f 18. März 1865) vermachte der dortigen
Universität 2000 Thlr. zu einem Stipendium für arme Studirende
mosaischen Glaubens, oder in Ermangelung eines solchen für einen
Studirenden evang. Konfession. Die Verleihung steht dem akademischen
Senate zu.
Gottfr. Beersche Stiftung.
Der ant 23. Januar 1849 zu Schönau verstorbene Rentier Gottfr.
Beer vermachte 1) 10,000 Thlr. mit der Bestimmung, daß eine mit
seinem Namen zu bezeichnende Stiftung zum Besten der dortigen Ar
men gegründet werde; 2) 1800 Thlr. der ev. Kirche. Die' Zinsen
von 1000 Thlr. sollen nach Abzug der dem Pastor, dem Kairtor und
der Kirchenkasse zugedachten Beträge jährlich, so weit es erforderlich,
zur Unterhaltung des Glockenstuhls und deö Geläutes verwendet, der
hiernach nicht verbrauchte Betrag aber zum Kapital geschlagen, auch
jährlich das Andenken an seinen (des Stifters) unb seines Sohnes
Todestag durch Läuten mit allen Glocken und durch Absingnng eines
Chorals in der Kirche gefeiert werden; 3) 2000 Thlr. der ev. Schule.
Die Zinsen sollen zur Anschaffung von Kleidungsstücken, Büchern und
Schreibmaterialien für arme Schulkinder und zur Zahlung des Schul
geldes für dieselben verausgabt werden.
H. Beersche Jnbiläums-Stiftung zu Liegnitz.
Der m Licgnitz wohnhafte Kaufmann H. Beer übergab (1860) der
dortigen Armen-Kaste in Hypotheken-Instrumenten die Summe von
500 Thlr., Behufs Gründung einer „Beerschen Jnbiläums-Stiftung".
Die Zinsen sind (16. Juni) zur Vcrthcilung an sechs verschämte
Arme jüdischer Religion bestimmt. Desgleichen soll der jüdische Ge
meindediener mit einer kleinen Remuneration bedacht werden.