Direktion 2000 Thlr. mit der Verbindlichkeit, von den Zinsen an zwei
von ihm namentlich bezeichnete Wittwen auf Lebenszeit jeder eine
Unterstützung von 3 Thlr. monatlich zu zahlen, nach dem Ableben der
einen oder beider aber von den dann erledigten 36, resp. 72 Thlr.
alte hülföbedürftige Personen beiderlei Geschlechts, welche das 60. Jahr
zurückgelegt haben, jährlich mit 2 Thlr. zu beschenken.
N entwich sche Stiftung,
von Joseph Nentwich zu Glatz (1864) mit 1000 Thlr. zu Gunsten
cumm und unbescholtener Putzmacherinnen und Näherinnen, event, zu
Gunsten armer Wittwen in Glatz errichtet.
N e r l i ch ,
Kantor, begründete in Tschirnau (Kreis Guhrau) eine Stiftung für
Arme. Kapital 400 Thlr.
N e u sche Armen-Stiftung.
1820 von dem Pfarrer Neu in Münster (Kreuznach) begründet. Ka
pital 800 Gulden, von dem kath. Kirchen-Rath verwaltet.
N e u sche Stipendien-Siiftung.
Eine Neben-Stiftung des v. Lossa-Nostizschen Fonds (s. d.), aus
welcher der Kommunal-Landtag der Oberlausitz Stipendien für Jünglinge
Behufs der Borbereitung auf das ev. Psarr- oder Lehramt verleiht.
Genußbercchtigt sind vor Allen die Verwandten des Stifters, ohne
Rücksicht aus ihren Geburtsort, nach ihnen die seit ihrer Geburt der
preußischen Oberlausitz Angehörenden und nach diesen andere Angehörige
der preußischen Oberlausitz, wenn sie der Unterstützung bedürftig und
würdig sind. Der Genuß ist gebunden an den Besuch entweder einer
Universität des Inlandes oder der zu Leipzig, oder der Gymnasien zu
Görlitz, Laudan und Bautzen, oder eines ober- oder niederlausischen
evangelischen Schullehrer-Seminars.
Neue evangelische Stiftung zu Kleve.
Ein neben dem St. Antonius-Hospital (s. d.) bestehendes, mit Kor
porations-Rechten bclichcnes Hospital, in welchem außer den Kranken
auch weibliche Arme und arme Kinder verpflegt werden. Im Jahre
1861 waren in dem für 9000 Thlr. erworbenen Verpflegungshause
45 Kranke, 8 Hänsliuge und 9 Kinder ausgenommen. Bermächlniß
der Wittwe Werner geb. Fe hr en (1863) von 624 Thlr.
Neue große Berliner Sterbe Kasse.
Sie ist 1841 gegründet und zahlt 100 Thlr. Sterbegeld (Rendant
Rüdiger, Stralauer Brücke I). Außer dem Eintrittsgelde von 1
bis 2 pCt. sind Beiträge für jeden Sterbesall von 2J- bis 3 Sgr.
zu entrichten; von dem Ueberschusse der eingegangenen Sterbegelder
wird ein Kapital von 100,000 Thlr. gesammelt und cs soll seiner
Zeit der Zins-Ertrag dieses Kapitals zur Zahlung der Sterbegelder
verwendet werden. Im Jahre 1862 kamen 239 Sterbefälle vor; es